zur Landkreiskarte           ausführliche Beschreibg.     Kirchen i.d. Gem. Schwabhausen


Pfarrkirche St. Nikolaus in ARNBACH

85247 Schwabhausen Indersdorfer Straße 5
Lage der Kirche auf der Landkarte . .


Kurzbeschreibung

Die Pfarrkirche St. Nikolaus steht auf einer ummauerten Anhöhe inmitten des Friedhofs.

Eine erste Kirche in Arnbach wurde schon im Jahr 851 urkundlich erwähnt.
In der Konradinischen Matrikel (1315) wird Arnbach (mit der Filialkirche in Weyhern) als selbstständige Pfarrei aufgeführt. Seit 1970 gehört sie zum Pfarrverband Erdweg.

Die jetzige Kirche St. Niko-laus wurde 1388 gebaut und wahrscheinlich am 6.12. dieses Jahres, dem Festtag des Patrons St.Nikolaus, geweiht. Übrigens hieß auch der Weihbischof Nikolaus.

In der Zeit des Barocks (um 1740) wurde die Kirche von Grund auf umgebaut. Aus dieser Zeit stammt größten-teils auch die Einrichtung.

Detail aus dem Epitaph
von 1604 

Ein weiterer Umbau fand um 1850 statt, den der Künstler Balthasar Kraft aus Pfaffenhofen leitete.
Seit 1970 bildet die Pfarrei Arnbach mit den Pfarreien Walkertshofen, Welshofen, Kleinberghofen, Hirtlbach und Großberghofen den Pfarrverband Erdweg.

Die Kirche ist ein Saalbau mit einem von Stützpfeilern gestützten Altarraum. Der 28 m hohe Turm mit Satteldach ist an der Nordseite der Kirche zwischen Chor und Langhaus angebaut. In ihm hängen drei Glocken; darunter eine, die 1551 gegossen wurde.
An den Außenwänden und im Altarraum sind mehrere Grabplatten aus den Jahren 1443, 1485, 1604 sowie weitere Steine bis 1780 angebracht. 

Innenausstattung

Der Altarraum ist innen mit einem allerdings barockisierten und mit Stuck und einigen Gemälden reich verzierten Kreuzgewölbe überdeckt.

Der 1740 errichtete barocke Hochaltar ist umrahmt von vergoldeten Säulen. Auf ihnen ruht der Altaraufsatz mit einer Statue des hl. Nikolaus. Mittelpunkt des Altars ist aber das große, von Balthasar Kraft geschaffene Altargemälde, das die Huldigung der Heiligen Drei-Könige an Jesus darstellt.
Die Decke im Kirchenschiff ist flach gedeckt und mit feinem Stuckwerk überzogen.

Eine Besonderheit der Kirche sind die Reliefs in der Predella der Seitenaltäre. Sie gehören zu den ältesten Teilen der Einrichtung (15.Jh) und stellen die Beweinung Christi nach der Abnahme vom Kreuz sowie den Tod Mariens dar.

In der Kirche stehen relativ wenige Heiligenfiguren. Neben Maria sind St.Leonhard, der Patron für das Vieh (mit Ketten), St.Josef, der Patron für Handwerker und für einen guten Tod (mit Aaronstab) und Bruder Konrad, Patron in allen Nöten (mit Kruzifix) zu finden.

Glasgemälde im Fenster Glasgemälde im Fenster zur Beschreibung des Taufsteins Auferstandener Kirchenbänke Kirchenbänke ZelebrationsaltarTabernakelzur Beschreibung des Choraltarszur Beschreibung der Deckengemälde im Altarraumzur Beschreibung der Deckengemälde im Kirchenschiff
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Die Kirche war mehrere Jahrhunderte lang die Hofmarkskirche der Herren aus dem Geschlecht der Gepeckh, die in einer mächtigen Burg oberhalb der Kirche residierten; daran erinnern vor allem die vielen Epitaphe im Innenraum und an der Außenmauer der Kirche. Aber auch in dem von zumindest ab 1340 bis 1781 bestehenden Turm-artigen Schloss gab es eine der Muttergottes geweihte Schlosskapelle ("Zu Unserer Lieben Frau").

Ausführliche Beschreibung
mit ikonographischen und kunsthistorischen Hinweisen

Geschichte: Mittelalter Matrikel 1315 Matrikel 1524 Visitation 1560 Neubau 1730
Matrikel 1738 Beschreibung 1874 Beschreibung 1893
      Schlosskapelle Fürstbischof Veit Adam Gepeckh
Ausstattung: Altarraum

Apostelleuchter

Baubeschreibung Beinhaus Choraltar
Deckenbilder-1 Deckenbilder-2 Epitaphe innen Epitaphe außen Fenster

Empore

Ewig-Licht-Leuchter Kirchenbänke Kreuzigungsgruppe Kreuzpartikel

Kreuzweg

Mater dolorosa Orgel Pfarrei Pfarrhaus
Seitenaltäre Tabernakel Taufstein Turm Zelebrationsaltar

Geschichte des Ortes

Die Ortschaft Arnbach wurde erstmals im Jahr 851 als "Arehpac" in einer Schenkungsurkunde erwähnt, die in der Urkundensammlung "Freisinger Traditionen" die Zeiten überstanden hat. Der 7. Freisinger Bischof Erchanbert (835-854) tauschte damals mit dem Laien Antarmar Grundbesitz. Der Bischof erhielt Liegenschaften in Affoltrapah (Allfalterbach) und gab ihm gehörenden Besitz in Arnbach ab. Als Arehpac wurde früher ein Bach bezeichnet, der in einem kastenähnlichen Gerinne verläuft, wie dies zum Betreiben einer Mühle notwendig ist.

Im Jahr 1568 veröffentlichte der Kartograph Philipp Apian 24 Landtafeln, die zusammen eine Landkarte (im Maßstab 1:144.000) des noch mittelalterlichen Bayern bildeten. Die Genauigkeit der Landkarten wurde erst im 19. Jh übertroffen; noch Napoleon benutzte sie für den Einmarsch in Bayern.
Philipp Apian wurde 1531 in Ingolstadt als Sohn des aus Sachsen stammenden Mathematikprofessors Peter Bienewitz (latinisiert:Apian) geboren und trat die Nachfolger seines Vaters an der Universität Ingolstadt an. Sein Lebenswerk war die erste Landesaufnahme des Herzogtums Bayern. Apian musste 1568 nach Tübingen emigrieren, weil er der Reformation zugetan war. Er starb dort 1589.

In der Karte und in der begleitenden Landesbeschreibung sind nur die bedeutenden Orte mit Gebäuden dargestellt. Dazu gehörte auch Arnbach, dessen Bedeutung vor allem im Geschlecht der Geböcks lag. Sie hatten das Schloss einige Zeit vor Apians Veröffentlichung renoviert und mit Erkern versehen. Apians Zeichnungen sind, wie Dr.Peter Dorner schreibt, authentische Ansichten der betreffenden Schlösser und Burgen. Das Schloss in Arnbach war schon damals ein hochragendes Gebäude mit Satteldach und vier Erkern. Diese Silhouette blieb bis zum Abbruch des Schlosses 1781 erhalten.

 

Geschichte der Pfarrkirche

Mittelalter
In der Tauschurkunde von 851 ist auch die erste Kirche in Arnbach erwähnt. Nach Auffassung von Alois Angerpointner war sie schon keine Eigenkirche der Edlen von Arnbach mehr, sondern gehörte zu den Kirchen des Bistums Freising mit bischöflichem Besetzungsrecht. Sie dürfte aber bei den Ungarneinfällen zwischen 907 und 955 oder beim Krieg 1143 zerstört worden sein. 1143 zog Kaiser Konrad III gegen den Dachauer Grafen Konrad II. und verwüstete dabei die gesamte Gegend zwischen Dachau und Freising.

Während die erste, vielleicht auch die zweite Kirche noch aus Holz gebaut waren, dürfte wohl spätestens im 13.Jh die erste Steinkirche errichtet worden sein. Jedenfalls sind Teile dieser romanischen Kirche in die Nachfolgekirchen übernommen worden und heute noch vorhanden.

Matrikel 1315
Die Pfarrei Arnbach wird erstmals in der Konradinischen Matrikel von 1315 als "Ernpach" mit einer Filialkirche in "Weyern" schriftlich genannt. Auch in mehreren Urkunden der Jahre 1384 und 1388 wird Arnbach als Pfarrort erwähnt. Darin ist von Herrn Jörg, Kirchher und von H.H. Gorig der Vrssinger Kyrchher zu Aernpach die Rede.

Die jetzige Kirche St. Nikolaus wurde 1388 gebaut und wahrscheinlich am 6.12. dieses Jahres, dem Festtag des Patrons, geweiht.Übrigens hieß auch der Bischof, der die Kirche weihte, Nikolaus. Da der Freisinger Fürstbischof Berthold von Wehingen als Kanzler der österreichischen Herzöge fungierte, nahm Weihbischof Nikolaus die bischöflichen Aufgaben in der Diözese wahr.

Einige Teile des Vorgängerbaues wurden übernom-men. Dadurch ergab sich eine Achsverschiebung zwischen Altarraum und Langhaus, die am Chorbogen auch heute noch 42 cm beträgt.

Michael Wening hat im Jahr 1717, kurz vor seinem Tod, auch das Schloss und die alte Kirche Arnbach auf Kupfer gestochen.

Als Patron der Pfarrkirche hat Wening übrigens nicht Nikolaus von Myra, sondern Nikolaus von Tolentin genannt, einen Augustinermönch aus dem 13.Jh, der vor allem im 17. und 18.Jh verehrt worden war.
"In der Schloß Capell wird U.L.Frau als Schutzpatronin verehrt", schreibt Wening.

  Der Kartograph Michael Wening (*11.7.1645 in Nürnberg, + 18.4.1718 in München) war Hofkupferstecher in München. Sein Hauptwerk ist die vierbändige "Historico-topographica descriptio Bavariae", eine ausführliche Beschreibung des Kurfürsten- und Herzogtums Ober- und Niederbayern, mit rd. 750 Kupferstichen bayerischer Schlösser, Klöster und Kirchen.
Finanziell lohnte sich die Arbeit nicht. Dazu schrieb er: "Ich hab mit Herzeleid ansehen müssen, wie ich in dieses Werkh über 6000 Gulden hineingesteckt, doch seyne frucht in hoechster noth brodlos nit hab genüßen können, sodaß ich die Zeit seither schier hätt krepieren muessen".

Matrikel 1524
In der Sunderndorfer'schen Matrikel von 1524 werden neben den Filialkirchen auch die Kirchenpatrone genannt. Arnbach war schon damals S.Nicolai" geweiht. Die Filialkirche in Weyern war eine Marienkirche ("B.Virginis in Weiern"), die zweite Filialkirche im Weiler Edenholzhausen, die in dieser Matrikel erstmals genannt wird, hatte St.Peter als Patron; sie besaß auch damals keinen Friedhof ("Ödenholzhausen sine sepultura"). Pfarrherr und damit Empfänger der Einnahmen war Wolfgang Decker; die Seelsorgearbeit versah Vikar (= Vertreter) Othmar Eschay gegen eine hoffentlich angemessene Entlohnung. Diese Arbeitsteilung war schon mehrere Jahrhunderte alt und hatte früher wegen allzu niedriger Bezahlung der Vikare zur bitteren Armut des einfachen Klerus geführt. Erst ein Beschluss der bayerischen Provinzialsynode von 1418, die Vikare müssten ein anständiges Einkommen erhalten, hat die Ungleichheit im Einkommen etwas abgemildert. Das Besetzungsrecht für die Pfarrei Arnbach (=wer wird offizieller Pfarrer und erhält die Einnahmen der Pfarrei) lag beim Freisinger Bischof. Mehrfachbesetzungen, d.h. die Übertragung mehrerer Pfarreien an einen Pfarrherrn (Pfründehäufungen), waren die Regel. Ein Vikar durfte aber seit 1418 nur noch eine Pfarrei seelsorgerisch betreuen; auch das war bis dahin wegen des Hungerlohns der Vikare möglich. Die Pfarrei Arnbach hatte 1524 insgesamt 145 Communicantes, d.s. Gläubige nach der Erstkommunion. Das Pfarrhaus und die Wirtschaftsgebäude waren in gutem baulichem Zustand ("sunt bene aedificata").

Visitationsbericht von 1560
Im Jahr 1560 hatte der Freisinger Bischof eine Visitation, eine umfassende Überprüfung aller Pfarrer und Pfarreien angeordnet. Die Visitation wurde durch bischöfliche und durch herzogliche Bevollmächtigte durchgeführt. Grund war die durch die Reformation Luthers (1517) entstandene religiöse Unruhe, die jedenfalls in Teilen des Bistums zur Zerrüttung des geistlichen Lebens geführt hatte. Durch die Visitation wollte der Bischof einen detaillierten Einblick in die religiöse Situation der Pfarreien gewinnen. Insbesondere sollte festgestellt werden, ob die Pfarrer und die Gläubigen noch die katholischen Lehre vertraten oder der neuen Lehre anhingen. Daneben interessierte die Prüfer die Lebensführung der Pfarrer sowie Umfang und Qualität ihrer religiösen Kenntnisse.
Im Bericht über Arnbach ist zu lesen, die Pfarrei sei dem Freisinger Domherrn Adeltzhauser übertragen. Die Seelsorge vor Ort übe aber Vicar Joannes Deckher aus, der erst kurz vorher aus Hirtlbach hierher in seinen Heimatort Arnbach versetzt worden war ("seid Liechtmessen allda, vor zu Hurtlpach cooperator gewesen"). Deckher war der Sohn des früheren Arnbacher Pfarrers (siehe Matrikel 1524). Er musste von den 150 Gulden Pfarrei-Einnahmen immerhin 60 Gulden an den Pfarrherrn Adeltzhauser abgeben (=Absentgeld). Die Überprüfung seiner katholischen Einstellung durch die Visitatoren führte bis auf wenige kleine Einschränkungen zu einem positiven Ergebnis.
In seinem Privatleben wird er als verantwortungsbewusst beschrieben, doch der einschränkend formulierte Zusatz "allein, er hab ain köchin, kain kindt" läßt ein Unbehagen über die an Lichtmess begonnene Zweisamkeit im Pfarrhaus erkennen. Die 185 Pfarrangehörigen (Communicantes) erhalten ein Lob. Sie spendeten in angemessenem Umfang ("halten sich mit Opfer wol"), verhielten sich im Gottesdienst vorbildlich und beichten zweimal im Jahr ("Pfarrleut miessen 2mal peichten"). Sie verlangten nicht die Kommunion unter beiderlei Gestalten (wie die Protestanten). Das siebte Sakrament, die Krankensalbung, damals letzte Ölung genannt, werde aber sehr selten in Anspruch genommen (weil die Kranken fürchteten, nach dem Empfang sterben zu müssen).
Das Pfarrhaus, das Mesnerhaus und die Pfarrkirche befänden sich in gutem baulichen Zustand, schreiben die Visitatoren, Gottesdienste würden zweimal in der Woche gefeiert.

Wenn Sie an weiteren Details der Visitation interessiert sind, klicken Sie hier. .


Ausschnitt aus der Karte des
Freisinger Geografen Georg Philipp Finckh von 1655

Altarweihe 1704
Der 19.Mai 1704 war ein großer Feiertag für die Pfarrgemeinde Arnbach. An diesem Tag war der Fürstbischof Johann Franz von Eckher zu Gast. Er weihte die drei Altäre in der Kirche und spendete 214 Kindern das Sakrament der Firmung. Das Weihedatum bedeutet aber nicht zwingend, dass die Altäre erst kurz vorher neu beschafft oder renoviert worden wären. Es ist vielmehr anzunehmen, dass 60 Jahre vorher - im 30jährigen Krieg - die Altäre von Soldaten entweiht und in den Jahren danach wieder hergestellt worden sind. Doch ab 1652 saßen nacheinander zwei nachgeborene Wittelsbacher Prinzen (Albrecht Sigismund von Bayern und Joseph Clemens von Bayern) auf dem Freisinger Bischofsthron, die mangels Bischofsweihe das geistliche Amt des Bischofs nicht ausüben konnten; Albrecht Sigismund besaß nicht einmal die Priesterweihe. Nach 40 Jahren kam 1695 mit Franz Eckher wieder ein echter Bischof an die Regierung, für den nach so langer Zeit ohne Kirchenweihen und ohne Firmungen viel zu tun war. Dieser kunstsinnige Bischof regierte sein Bistum von der Reisekutsche aus; er unternahm viele Pastoralreisen selbst in kleinste Dörfer seines Bistums. In seiner Regierungszeit von 1695 bis 1727 hat er 174 Kirchen (darunter Jarzt, Pellheim, Ebertshausen, Hirtlbach, Straßbach, Lauterbach, Westerholzhausen und Kollbach), ca. 1.100 Altäre und 734 Priester (= 23 pro Jahr) geweiht.

Neubau 1730
In der Zeit des Barocks (im Jahr 1730) wurde die Kirche von Grund auf umgebaut. Der Kirchenraum wurde um 8 Fuß (2,33 m) verlängert und etwas erhöht, die bis dahin nur 1 1/2 Meter tiefe Empore erweitert, höhere Fenster eingebaut, der Chorbogen vergrößert und ein neuer Dachstuhl aufgesetzt. Die alte, weiter westlich gelegene Sakristei wurde abgerissen und die heutige Sakristei neu gebaut. Durch die neue Lage konnte nun der Zugang zur Kanzel aus dem Kirchenraum in die Sakristei verlegt werden. Aus dieser Zeit stammt größtenteils auch die Einrichtung. Lediglich die schon 1704 neu errichteten Seitenaltäre, das Taufbecken und die Kanzel blieben erhalten. Über die Baumaßnahmen (Planung, Auswahl der Firmen und Künstler) entschied wohl Baron Geböckh selbst ohne den Pfarrer mit einzubeziehen. Dies beklagt jedenfalls der damalige Pfarrer Johann Franz von Baumgarten in einem Beschwerdebrief an den Freisinger Bischof. Als verantwortlicher Maurermeister erscheint in den Kirchenrechnungen Johann Derffler aus Hirtlbach. Die Zimmererarbeiten erledigte Jacob Renenauer aus Glonn. Die Einweihung der Kirche fand am 28.10.1731 statt.

Schmidt'sche Matrikel 1738/40
Nur wenige Jahre nach dem Umbau, in den Jahren 1738/40, besuchte der Kanonikus Schmidt aus Freising die Pfarreien der Diözese und erstellte die nach ihm benannte Schmidt'sche Matrikel. Über die Pfarrei "s.Nikolai in Arnbach" berichtete er, das Präsentations-recht (Vorschlagsrecht für die Besetzung einer Pfarrerstelle) wechselt monatlich zwischen dem bayerischen Hof und dem Bistum Freising. Das bedeutete: Bei einer Erledigung der Pfarrei z.B. durch den Tod des Pfarrers in einem ungeraden Monat mit ungerader Zahl durfte der Herzog, in einem Monat mit gerader Zahl der Bischof die Stelle mit einer Person seiner Wahl neu besetzen.

Weihnachtstaler 1988

Weiter schreibt Schmidt, der damalige Pfarrer von Arnbach heiße Joannes Franz Baron von Paumgarthen; er sei 1731 eingesetzt worden. Das Pfarrhaus sei ein neuer und formschöner Bau, wenn auch noch nicht ganz fertiggestellt. Auch die Wirtschaftsgebäude zeigten keine Schäden.
Die Zahl der Gläubigen (Communicantes) hatte sich in den letzten 200 Jahren trotz der Gräuel im 30jährigen Krieg auf von 145 auf 270 fast verdoppelt. Die Kirche besaß weiterhin die beiden Filialen in "Weyarn et in Edenholzhausen", zu denen noch die Kapelle im Schloss kam. Das Kirchengebäude selbst wird von Schmidt als frisch renoviert und bereits konsekriert beschrieben. Sie hatte -wie heute- drei Altäre. Der Hochaltar hatte St.Nikolaus zum Patron. In ihm befanden sich Reliquien der Heiligen Pankratius, Sebastian und Florian. Die Seitenaltäre waren der Muttergottes (Verlobung Mariens) und dem Kreuz Christi geweiht. Das Kirchweihfest fiel auf den Sonntag vor dem Fest der Apostel Simon und Judas (28.Okt).
Am Friedhof stand ein Beinhaus. Im Turm hingen drei geweihte Glocken. Die Einnahmen und Ausgaben verwalteten der Pfarrer und der Schlossherr gemeinsam.



Ehemalige Schlosskapelle
In der Schmidt'schen Matrikel wird auch die Kapelle im Schloss Arnbach erwähnt. Es sei ein alter Bau; weder die Kapelle noch der einzige Altar (Dreifaltigkeitsaltar) darin seien geweiht. Am Montag und am Dienstag nach dem Dreifaltigkeitsfest würden eine Lobmeß und eine Seelmess zu ewigen Zeiten aufgrund einer Stiftung des "Reverendissimi et Celsissimi Principis et Episcopi Frisingensis Viti Adami" (des aus Arnbach stammenden Freisinger Bischofs Veit Adam Gepeckh) gehalten.
Auch Benefiziat Anton Mayer hat in der Diözesanbeschreibung aus dem Jahr 1874 die frühere Kapelle erwähnt. Sie sei nach seinen Erkenntnissen der hl.Jungfrau Maria geweiht gewesen. Doch damals gab es die Kapelle schon ein Jahrhundert lang nicht mehr: sie war 1781 mit dem Schloss 1781 abgebrochen worden.

Pfarrer Prof.Jakob Salat (1802-1821)
In den Jahren von 1802 bis 1821 wurde die Pfarrgemeinde von einem der prominentesten Philosophen dieser Zeit seelsorgerisch betreut. Pfarrer Prof.Jakob Salat war ein Anhänger der Aufklärung, trat gegen Wunderglauben, formelhafte Gebete und Wallfahrten auf. Kirchenrechtlich galt er sogar als Rebell, weil er den Pflichtzölibat für Priester ablehnte. Kein Wunder, dass man ihn der Ketzerei und Gottlosigkeit anklagte. Auch als Schriftsteller ist Prof.Salat bekannt geworden. Die Titel seiner Bücher klingen wie ein Programm: "Die Aufklärung in Baiern im Kontraste mit der Verfinsterung im ehem.Hochstifte Augsburg" und "Die Fortschritte des Lichts in Baiern". Jakob Salat war während seiner Seelsorgetätigkeit in Arnbach zugleich Professor in München und in Landshut. Da konnte es nicht ausbleiben, dass Klagen wegen seiner kurzen Anwesenheitszeiten in Arnbach laut wurden. Aber Salat hielt zunächst noch an der Pfarrstelle fest, weil sie ihm als "ländliches Orplid, als mögliche Zufluchtstätte" diente, wenn ihm der Professorenstreit zusetzte. Erst 1821 gab er die Pfarrei auf, um sich voll seiner Professur zu widmen. Er wollte den Arnbachern durch die Zusage einer 1000 Gulden-Spende für den Schulneubau in guter Erinnerung bleiben. Doch verkehrte sein Verhalten die Absicht ins Gegenteil. Weil seiner Meinung nach ein falscher Bauplatz gewählt wurde, verweigerte er die Spende und musste gerichtlich gezwungen werden, wenigstens die Hälfte zu zahlen.
Nachfolger von Pfarrer Salat wurde übrigens ein ehemaliger Mönch aus Andechs. Das Königl.Bayerische Intelligenzblatt meldete damals: "Seine Majestät der König haben vermdg. allerhöchster Entschließung ddo. 19.October, dem geistlichen Rath und Professor an der Universität zu Landshut, Priester Jacob Salat, die Niederlegung seiner Pfarrey zu Arnbach, Landgerichts Dachau bewilliget, und diese Pfarrey dem Exreligiosen des aufgelösten Benedictiner-Stifts zu Andechs, Priester Michael Niclas, verliehen."

Statistik
In den alten Matrikeln, Beschreibungen und Zeitungsberichten werden immer wieder Zahlen genannt, die sich auf die Bevölkerung, die Seelen (Pfarreiangehörige), Häuser, Anwesen, Gebäude oder Familien beziehen. Leider ist die Bezugsgröße dieser Zahlen sehr unterschiedlich; sie sind deshalb nicht immer vergleichbar. So beziehen sich die Werte teils auf die Ortschaft oder die Gemeinde, teils auf die Pfarrei.


In den statistischen Jahrbüchern wird Arnbach wie folgt beschrieben:
1840: "Arnbach, Pfarrdorf, 46 Häuser, 233 Einwohner, Dekanat Egenhofen"
1852: "Arnbach mit 60 Familien und 276 Seelen"
1867: Gemeinde mit 285 Einwohnern, 80 Gebäuden
         Ortschaft mit 264 Einwohnern in 68 Geb. (dazu Grubhof 21/12)
1868: "Arnbach, Pfarrdorf, Dekanat Egenhofen, 243 Einw., 60 Gebäude, 1 Kirche, Schule"
1874: "Arnbach, 242 Gläubige, 45 Häuser"
1933: Gemeinde mit 337 Einwohnern
1939: Gemeinde mit 321 Einwohnern

Beschreibung 1874/80
Kirche und Pfarrei Arnbach sind auch in der "Statistischen Beschreibung des Erzbisthums München-Freising" aus der Zeit um 1874-80 enthalten, die der Benefiziat Anton Mayer als Buch veröffentlicht hat:
Geographie: "Die Pfarrei hatte damals 381 Seelen in 61 Häusern. Davon wohnten im Ort Arnbach selbst: 242 Gläubige in 45 Häusern (zum Vergleich: 1840 hatte Arnbach 233 Seelen in 46 Häusern), in Grubhof 21 /3, in Edenholzhausen 23 /2, in Rienshofen 23 /2 und in Weyhern 72 /9. Die Pfarrei hat einen Umfang von 1 1/2 Stunden".
Pfarrei: "Arnbach ist eine Wechselpfarrei (= das Präsentationsrecht wechselte nach jedem Erledigungsfall zwischen dem Bischof in Freising und dem Kurfürsten in München). Die Kirchenrechnung weist bei 2173 Gulden Einnahmen und 116 Gulden Lasten einen jährlichen Reinertrag von 2057 Gulden aus. Das Widum (=der Pfarrbauernhof) hat Grundstücke von 123 Tagwerk (=41 ha) der Bonität 9 aus. Das 1735 errichtete Pfarrhaus ist geräumig. Die Ökonomiegebäude sind zureichend. Der Stadel sehr alt".
Kirche: "Die Kirche liegt an der Districtsstraße von Freising nach Friedberg. Erbauungsjahr unbekannt. Wieder wurde sie restaurirt im jahr 1868. Renaissance-Stil. Schönes Plafond-Gemälde (=Deckengemälde). Geräumigkeit genügend. Sattel-Thurm mit 3 Glocken vom Jahr 1527 von Wolfgang Stöger, vom Jahr 1551 und vom Jahr 1855, letztere von F.Gößner in Mch. 3 Altäre. Orgel mit 6 Registern. Gottesdienste: Regelmäßig mit Ausnahme der Frauenfeste (=Marienfeste), welche nach Weihern treffen. Stiftungen: 23 Jahrtage, 13 Jahrmessen, 28 Quatembermessen (Quatembertage sind Mi, Frei, Sa nach: 1.Fastensonntag, Pfingsten, 3.Septembersonntag und 3.Adventssonntag). Meßner und Cantor ist der Lehrer. Cemeterium (=Friedhof) ohne Capelle. Kirchenvermögen 1870 rd. 13.000 Gulden".


Beschreibung 1893
Mit der Arnbacher Kirche befasste sich auch das Verzeichnis der Kunstdenkmale des Königreiches Bayerns, das Gustav von Bezold und Dr.Berthold Riehl im Auftrage des kgl.Staatsministeriums des Innern, für Kirchen- und Schulangelegenheiten erstellt haben. Wenn Sie den gesamten Text lesen möchten, klicken Sie hier...

1897 - Aufgabe des Pfarrbauernhofs
Pfarrer Andreas Plöbst war wohl der letzte Betreiber der Pfarr-Ökonomie in Arnbach. Als er resignierte, d.h. sein Amt aufgab, hat man das gesamte Pfarrhof-Inventar von drei Zugpferden, 2 Ochsen, 2 Zuchstieren und 14 Kühe, über Chaisen, Heuwägen, Bierschlitten, Truhenwagen, eine Dreschmaschine, 10 Geschirre bis zu 500 Zentnern Heu, 5 Dienstbotenbetten und zwei Butterfässern "gegen Barzahlung an die Meistbietenden versteigert".


Versteigerungsangebot

Die Pfarrei Arnbach gehörte Jahrhunderte lang zum Dekanat Egenhofen. 1871 wurde sie mit den im Landkreis Dachau liegenden Pfarreien Oberroth, Schwabhausen, Walkertshofen und Welshofen dem Dekanat Sittenbach zugeteilt. Ab 1924 hieß dieses Dekanat Altomünster (wegen "der vormals angesehenen Abtei und der vom hl.Bonifatius geweihten Kirche") und seit 1973 Indersdorf. Am 1.2.1970 schloss sich Arnbach mit den Pfarreien Walkertshofen, Großberghofen, Welshofen und Hirtlbach zum Pfarrverband Erdweg zusammen, dem ersten Pfarrverband in der Erzdiözese München und Freising.

Größere Restaurierungen wurden 1770, 1832, 1851, 1868 und 1932, 1966, 1972, 1985 (außen) und 1995-2000 (innen) durchgeführt.

Berichte aus der Pfarrei
Zeitungen haben in den letzten 120 Jahren immer wieder auch aus dem Pfarrleben von Arnbach berichtet. Diese Berichte befassen sich nicht unmittelbar mit dem Kirchengebäude, vermitteln aber einen ergänzenden Eindruck aus der damaligen Zeit. So wird im Amperboten von 1893 über ein Goldenes Priesterjubiläum von Pfarrer Plöbst berichtet oder von der Kriegerdenkmal-Einweihung 1928. Wenn Sie an den Berichten interessiert sind, klicken Sie hier. .

Baubeschreibung

Die Pfarrkirche St. Nikolaus steht auf einer ummauerten Anhöhe inmitten des Friedhofs.

Die Kirche in St.Nikolaus in Arnbach hat wie die meisten Kirchen in unserer Gegend einen rechteckigen Grundriss. Sie gehört architektonisch zu den Nachfahren der römischen Basilika, eines säkularen Gebäudes, in dem ein hoher Amtsträger Petitionen entgegennahm, Erlaubnisse erteilte oder zu Gericht saß. Die frühen Christen mussten sich nach ihrer Legalisierung im 4.Jh entscheiden, welche Form ihre Gotteshäuser haben sollten; der römische Tempel war für die christliche Liturgie ungeeignet. Während die Christen im Osten die Rundgebäude bevorzugten, wählten sie in Rom und Italien das vorhandene und gewohnte Versammlungsgebäude, die rechteckige Basilika mit einer überwölbten Ausbuchtung ganz vorne, unter der der Versammlungsleiter saß. Architektur und Ritus beeinflussen sich gegenseitig. Die römische Messliturgie ist -so Jesuitenpater Eckhart Bieger- wohl auch unter dem Einfluss der Architektur eine Prozessionsliturgie geworden. Einzug, Evangelienprozession, Vorbringen der Gaben, Kommunionempfang und Auszug sind noch heute erhalten. Vor 1564 gab es zusätzlich Reliquienprozessionen zu den Seitenaltären. Alle diese Prozessionen heben die wichtigen Teile des Gottesdienstes heraus. Für eine solche Prozessionsliturgie ist nach Bieger das langgestreckte Rechteck mit seinen langen Wegen besser geeignet, als eine runde, kompakte Kirche . mit einem Altar in der Mitte.

Die 20 m lange und 12 m breite Kirche in Arnbach ist ein Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor. Das Kirchenschiff besitzt drei, der Altarraum zwei Achsen/Joche.

Missionskreuz

An der Nord-Außenseite hängt ein Missionskreuz aus Eisen mit einer Mater Dolorosa (schmerzhaften Gottesmutter) aus dem 20.Jh.
Ein weiteres Missionskreuz nach Art eines Wegkreuzes steht frei neben dem Vorhaus. Es ist durch ein schwungvoll gestaltete Dachung vor den Unbilden der Witterung geschützt. Unter dem Corpus Jesu steht eine kleine Muttergottesfigur. Ein Blechschild weist auf den Grund für die Kreuzaufstellung hin: "Andenken an die heilige Mission vom 4. Juli bis 11.Juli 1954".


Missionskreuz

Der 28 m hohe Turm mit seinem 1986 erneuerten Satteldach ist an der Nordseite der Kirche zwischen Chor und Langhaus angebaut. Der Turm mit quadratischem Grundriss gehört zumindest in seinem unteren Teil zu den ältesten Teilen der Kirche. Er könnte noch vom Vorgängerbau der 1388 errichteten Kirche stammen. Das Erdgeschoss war ursprünglich von einem Kreuzgewölbe mit Gewölberippen überdeckt. Evtl. war dort früher die Sakristei untergebracht. Das Gewände des Portals (das zur Tür hin mehrfach abgetreppte Mauerwerk) ist noch erhalten. An der Süd- und der Nordseite des Turms sind die Ziffernblätter der Uhr angebracht.
Hinter den Schallfenstern (nur Ost- Süd- und Nordseite) hängen im Turm drei Glocken.
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Die kleinste Glocke ist zugleich die älteste. Sie ertönt beim Mittagsläuten.
Sie trägt die Aufschrift "SUSANA HAIS ICH WOLFGANG STEGER GOSS MICH 1527". Diese Glocke war von W.Steger in München für das Arnbacher Schloss gegossen worden und kam 1781, nach dem Abbruch des Schlosses, in den Kirchturm.
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Die zweite Glocke wurde 1948 bei der Firma Czudnochowsky in Erding gegossen. Sie trägt auf der Vorderseite das Bild des Kirchenpatrons St.Nikolaus und die Aufschrift: "LÄUT LIEB UND FRIED IN JEDES HAUS DU KIRCHPATRON ST.NIKOLAUS".
Auf der Rückseite ist der Text "Mich goss Karl Czudnochowsky J.Bachmair Nachf. zu Erding/Obby 1948" zu lesen.
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Die dritte Glocke hängt seit 1950 in der Glockenstube des Turmes. Sie ist die Marienglocke und trägt den Text:
" MARIA BREIT DEN MANTEL AUS GEGOSSEN IM HL.JAHR 1950" sowie ein Bild der Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm. Sie hält in der rechten Hand ein Zepter; ihre Füße ruhen auf einer Mondsichel. Die Glocke wiegt 450 kg.
Seit 1963 ist ein elektrisches Läutwerk eingerichtet.
Eine große Glocke, die 1551 von Erasmus Gepeckh zu Arnbach gestiftet und von Sebastian Rosenkranz in München gegossen wurde, war mit der Aufschrift ihres Stifters und einer Kreuzigungsgruppe verziert. Leider musste diese Glocke 1940 zum Einschmelzen für Kriegszwecke abgeliefert werden. Mit ihr verschwanden auch die Glocke von 1928, die eine im Ersten Weltkrieg eingeschmolzene Glocke von 1855 ersetzt hatte.
(Eine Auflistung der ältesten Glocken im Landkreis finden sie hier. . )

Die Sakristei ist an die Südseite des Altarraums angebaut; im Obergeschoss ist ein Oratorium untergebracht. Sie wird von einem Pultdach überdeckt, das vom Hauptdach heruntergezogen ist.

Epitaphe an der Außenwand

In die Außenseiten der Kirchenwand sind mehrere Epitaphe (Grabplatten) aus den Jahren 1443, 1485, 1609 sowie weitere Platten aus späterer Zeit bis zum Jahr 1780 eingelassen.

1430
Das älteste und wohl größte Epitaph ist derzeit am Eingang zum Leichenhaus zu sehen. Es wurde für den im Jahr 1430 am St.Colomanstag (=13.Oktober) verstorbenen Edlen Wilhelm Landtsidler errichtet.
Die Wappen zeigen einen Schwan mit Krone. Auf ihm steht: "Anno Dmi 1430 starb Wilhelm Ländsidler am St.Colomannstag"

1609
Eine Rotmarmorplatte (101 x 51 cm) mit größerem Wappen (Löwe und Helm) und vier kleineren Wappen erinnert an die 1609 gestorbene Frau Regina des Edlen Balthasen, eine Landrichterstochter aus Landau.
Text: "Ano 1609 Den 13 Martij starb die Edl ehrtugendreich Frau Regina Fürstin des Edlen vnd veste Herr Balthasen Fürsten des Frtl drtl Landrichtern Zu Landau seeligen erbliche Tochter. Deren vnd alen Christglaubigen Seelen Gott der Allmechtig gnedig vnd barmherzig sein wolle. Amen"

1731
Geschweiftes Epitaph aus Rotmarmor (90 x 62 cm) für Pfarrer Dr. Franz Bernhard Kiendle 1731.
Oben ist ein Kelchrelief, unten ein Löwenwappen eingraviert.
Text:
"Sub hoc tulo jacet Adm.R.Nob: & Clariss:D.Franc.Bern Kiendle SS Theolg.Doctor Parochus in Arnbach Viglantissimus Pro Dei et Magnae Mariae Honore ac gregis salute Zelossimus obiit Anno Sal. MDCCXXXI"
1650
Epitaph aus Rotmarmor (85 x 44 cm) für den wohl 1650 (?) gestorbenen Pfarrer Hans Daschinger. Oben ist eine
Halbfigur mit Kelch eingraviert.
  Epitaph aus Rotmarmor ( 52 x 32 cm)
mit Kelchrelief
für Georgios Baumann MDCLXXXI (?)

1681

1769
Kleines Epitaph aus Plattenkalk (33 x 33 cm) mit Raute für den 1796 (?)
verstorbenen Joseph R.Frin.V.Paumgarten
  Kleines Epitaph aus Plattenkalk (32 x 32 cm) für den 1780 verstorbenen Pfarrer S.Johann Franc. Baron de Baumgarten. Der mit einer Raute verzierte Stein wurde 1903 renoviert.
1780

1855
Ein weiteres Epitaph ( 44 x 43 cm) erinnert an die Krämerstochter
Maria Huber (gest. 1855) und den Baumeister im Pfarrhof Andreas Hagn (gest.1884 ?)
  Geschweiftes Epitaph aus Kalkstein
(76 x 44 cm) mit Kelchrelief für den 1898 verstorbenen Andreas Plöbst(?), der von 1872(?) bis 1897 Pfarrer war.
1898

1920
Das 51 x 34 cm große Epitaph aus Plattenkalk ist der 1920 gestorbenen
Subrektorswitwe Therese Mayr gewidmet.
  Epitaph aus weißem Kalkstein (76 x 44 cm) für die Pfarrer-Eltern Leonhard (gest.1938)
und Lucia Moll (gest. 1932) und Pfarrer Wilhelm Moll (gest.1940)

1940
Ein kleines (35 x 54 cm) Epitaph aus Rotmarmor mit einer Halbfigur.
Der Text ist nicht zu entziffern.
  Der Text auf einem 89 x 59 cm großen Kalkstein ist unleserlich.
Reste eines Kelchs deuten auf ein Pfarrerepitaph hin.
Der Stein ist mit Kreuzen gerahmt.
  Im modernen Pfarrergrab (91 x 143 cm) aus rosa Marmor mit aufgesetztem Kreuz sind bestattet:
Leonhard Schmid, Pfarrer von 1897-1910, gest.1942
Josef Mayr,  Pfarrer von 1911-1931, gest.1946
Ludwig Moll,  Pfarrer von 1931-1949, gest.1949
Georg Wüst, Pfarrer von 1949-1954, gest.1946
Josef Singer, Pfarrer von 1954-1959, gest.1946

Innenausstattung

Altarraum

Der außen mit Stützpfeilern gestützte Chor ist innen mit einem -allerdings barockisierten - Kreuzgewölbe mit Stichkappen überdeckt. Bis 1730 hatte die Decke noch Gewölberippen, die dann bei der großen Barockisierung abgeschlagen wurden. In die rechte Seitenwand ist ein kleines Sakramentshäuschen eingelassen. Über dem Sakristeieingang ein Oratorium, in dem die Schlossherrschaften vom gemeinen Volk ungesehen und unbelästigt der hl.Messe beiwohnen konnten.


Christus
v.Balth.Kraft

In den 1730 von Max Härtl angebrachten reichen Stuck hat der Maler Kraft Balthasar (1820-1889) im Jahr 1859 mehrere Deckengemälde integriert: Jesus Christus, auf Wolken schwebend, hat ein geöffnetes Buch (Evangelium) vor sich liegen. Er wird als Richter dargestellt, der seine Kreuzigungswunden zeigt.

Stuck v. 1730
Im zweiten Gemälde ist der hl Michael mit dem Flammenschwert dargestellt. An den Seiten sind auf den Stichkappen Bilder von Posaune spielenden Engeln zu sehen, umgeben von Blattgirlanden mit Blüten. Diese Stichkappen-Fresken sollen schon im 18.Jh, also bald nach dem Umbau 1730 entstanden sein.

St.Michael
v. Balth.Kraft

Balthasar Kraft war nicht nur als Maler in Arnbach tätig. Als die Kirche um das Jahr 1850 in den Stilformen des Historismus völlig verändert werden sollte, legte er einen überzeugenden Restaurierungsentwurf vor, der die Erhaltung und Vervollständigung des überkommenen barocken Erscheinungsbildes zum Inhalt hatte. Dieser Entwurf, der die Ausmalung der Decken und ein neues Altarblatt am Choraltar vorsah, wurde dann auch großenteils verwirklicht. Kraft bewahrte so die barocke Kirche in Arnbach vor dem Schicksal, das eine Reihe anderer Kirchen wie z.B. Günding, Biberbach, Großinzemoos usw. traf.
mehr über den Maler Balthasar Kraft. .

An der linken Chorwand haben sich aus der Zeit um 1700 Wandmalereien (Jüngstes Gericht) erhalten, die aber im letzten Jh. übertüncht wurden. Noch älter sollen Nikolausbilder an den übrigen Wänden im Altarraum und im Langhaus sein. Sie wurden 1859 sogar renoviert, im Jahr 1932 aber ebenfalls übertüncht. Fotos sind nicht erhalten.


Hochaltar
/ Choraltar



Choraltar
Der 1730 errichtete barocke Hochaltar wurde bei der Renovierung 1965-67 entfernt und 1997 nach altem Vorbild neu rekonstruiert und wieder eingebaut. Er ist umrahmt von jeweils zwei vergoldeten Säulen und einem vergoldeten Pilaster. Auf ihnen ruht das mächtige Gebälk und der noch von 1731 stammende Altaraufsatz mit vier schwebenden Putten. Säulen in der Kirche haben nicht nur statische Aufgaben. Sie sind auch Symbol für den Zusammenhang von Oben und Unten, sie verbinden Himmel und Erde. Deshalb ist die Säule vor allem an Altären eine beliebte Bauform.
Der Mittelteil des Aufsatzes besteht aus einem Baldachin, unter dem eine Halbfigur des hl. Nikolaus (im Bischofsornat, mit Buch und drei goldenen Kugeln) auf die Gläubigen herabblickt. Diese Figur war schon im 16.Jh geschnitzt, aber erst 1730 in den damals neuen Altar eingefügt wurde. Der Baldachin symbolisiert schon seit dem Altertum Würde und Heiligkeit der darunter stehenden Gestalt.

St.Nikolaus im Altaraufsatz
Mittelpunkt des Altars ist aber das 166 x 127 cm große, von Balthasar Kraft im Jahr 1860 (sign) geschaffene Altargemälde (Öl auf Leinwand), das die Huldigung der drei Weisen aus dem Morgenland (Heiligen Drei-Könige) an das Jesuskind darstellt:
In eine Palast-artigen Gebäude hat Maria auf einem steinernen Thron in einer Nische Platz genommen. Sie ist in ein rotes Kleid und einen blauen Mantel gekleidet.

Huldigung der 3 Weisen
Dies sind die traditionellen Marienfarben: Rot für die königliche Würde, blau als Zeichen der Kostbarkeit (die blaue Farbe wurde im Mittelalter aus Lapislazuli hergestellt).
Das Jesuskind auf ihrem Schoß erscheint schon etwas älter und sitzt bereits. Es blickt auf die Weisen und breitet Hände segnend aus. Josef steht mit dem Rücken zum Betrachter unter ihr. Rechts treten die drei Weisen heran. Einer huldigt dem Jesuskind kniend, die beiden anderen stehen hinter ihm und halten ihre Geschenke (wohl Weihrauch und Myrrhe in den Schiffchen) in den Händen.
  Hinweis: Die Bibel spricht nur von Magiern (Sterndeutern) aus dem Morgenland. Die Zahl wird darin nicht genannt. In frühen Schriften ist von bis zu 12 Magiern die Rede; durchgesetzt hat sich aber die Zahl drei, nach der Anzahl der Geschenke. Diese Geschenke versinnbildlichen die Würden Christi: Gold=König, Weihrauch=Gott, Myrrhe=Arzt, Tod, Erlösung. Ab dem 4.Jh, als das Weihnachtsfest eingeführt wurde, entstanden Legenden um die Herkunft der Magier. Zu Königen wurden sie erst um das Jahr 975 als ihnen die Künstler Kronen aufsetzten. Zur gleichen Zeit entstanden ihre Namen Kaspar, Melchior und Balthasar. Ab dem 12. Jh wurde einer schwarz dargestellt, weil sie die Bewohner der drei damals bekannten Erdteile und damit die ganze Welt symbolisieren sollten. Einige Apokryphen schildern den Besuch der Magier bis zu zwei Jahre nach Jesu Geburt; deshalb wird das Kind manchmal schon etwas größer dargestellt, wie hier in Arnbach. Der kniende König vor dem Kind ist Zeichen der Anerkennung des größeren Herrschers Christus. Die Myrrhe, der kostbare, bitter schmeckende Saft des Myrrhebaumes wurde in der Antike wegen ihres aromatischen Geruchs hochgeschätzt. Die Myrrhe war Bestandteil des Salböls, das zu Zeiten Jesu verwendet wurde. Myrrhe wird auch heute noch für Kosmetika verarbeitet.

Der Altarblock (Stipes) dürfte noch aus der Zeit vor 1388 stammen. Unter dem heutigen Antependium sind noch Ornamente aus der Zeit um 1600 zu sehen. Erhalten hat sich auch noch ein Teil des hölzernen Antependiums aus gotischer Zeit mit Schnitzereien. Im Altar sind die Reliquien der Heiligen Pankratius, Sebastian und Florian eingebettet.

Der prächtige, vergoldete Tabernakel (ebenfalls in der Werkstatt von Balthasar Kraft gefertigt) besitzt drei Nischen, die durch Pilaster getrennt und von wohl neubarocken Ornamentrahmen umgeben sind.

Tabernakel
Hinter der Mittelnische mit dem Kruzifix ist der eigentliche Tabernakel (wohl als Drehtabernakel) verborgen.
Auf dem Tabernakel sind das Buch mit den sieben Siegeln und dem darauf ruhenden Lamm Gottes angebracht.
  Hinweis: Die Darstellung greift ein Thema aus den Geheimen Offenbarungen (Apokalypse, 5,1 ff) der Bibel auf. Darin beschreibt Johannes eine Vision, in der Gott eine Buchrolle mit sieben Siegeln in der Hand hält, die niemand öffnen konnte. Allein der "Löwe aus Judas Stamm und Nachkomme Davids" sei dazu berechtigt. Da kam ein Lamm, das aussah, als ob es geschlachtet worden war und öffnete die Siegel. Die Buchrolle ist das Buch des Lebens, in dem die Namen der Gerechten und der Sünder eingetragen sind und das die Ereignisse enthält, die am Weltende geschehen werden. Das Lamm stellt Jesus dar, der auch der Löwe von Juda und Lamm Gottes genannt wird. In der christlichen Kunst wird Christus in Anlehnung an Textstellen im Alten (Jesaja 53,7) und Neuen Testament (Joh 1, 29) schon seit dem 4. Jh. symbolisch als Opferlamm dargestellt. Die Kreuzfahne als Zeichen des Sieges taucht jedoch erst seit dem 10./11. Jh. in der Kunst auf.

Putto am  
Tabernakel
In den beiden Seitennischen mit Muschelverzierung schweben Putten mit Blumenkränzen um die Stirn. Sie halten dem Betrachter Schriftbänder entgegen. Auf einem davon ist der Text "Heilig, heilig, heilig, singt dem Gotteslamm" zu lesen, das andere ist unbeschrieben.

 
  Putto am
  Tabernakel

  Die Engelsfiguren, die zu beiden Seiten des Tabernakels angebracht sind, stellen nicht nur eine Verzierung dar; sie sind auch auf die Gestaltung der Bundeslade der Israeliten in biblischer Zeit zurückzuführen, die als Vorgänger des Tabernakel angesehen wird. Die Bundeslade war von zwei Engeln eingerahmt; sie mussten aus Gold bestehen (Ex, 37,7-9).


100 Jahre lang, von 1860 bis 1966, waren links und rechts des Hochaltars zwei Beichstuhlportale aus Holz angebracht, die vom Altar bis zu den Außenwänden reichten. Auf diesen Seitenteilen standen Figuren der Heiligen Leonhard und Joseph, die jetzt auf der Empore ihren Platz gefunden haben.

Vortragekreuz

Hinter dem Hochaltar hängt hoch im Chorschluss ein großes Vortragekreuz im Stil des frühen 18.Jh, in seiner Funktion durch den langen senkrechten Kreuzbalken zu erkennen. Es wird auch heute noch bei Prozessionen und Bittgängen vorangetragen.

Vortragekreuz
Hinweis: Vortragekreuze werden beim Kirchenein- und Auszug, Prozessionen, Wallfahrten sowie bei Beerdigungen vorangetragen. Dies geht zurück auf das Jesuswort "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach". Bei Gebetsprozessionen (Bittgängen, Kreuzweg) wird der Corpus des Kreuzes zu den nachgehenden
  betenden Menschen gedreht, damit sie den Gekreuzigten vor Augen haben. Bei anderen Prozessionen, z.B. an Fronleichnam und beim Ein- und Auszug zeigt der Corpus in die Gehrichtung, d.h., er weist ihnen den Weg. Die ältesten Vortragekreuze stammen schon aus dem 6.Jh.



Epitaphe

Hinter dem Hochaltar sind mehrere große Epitaphe (Gedenksteine) aus dem 17. und 18. Jh. in die Wand eingelassen. Leider ist bei den älteren der Epitaphe der eingravierte Text kaum noch zu entziffern.
  Hinweis: Epitaphe gibt es in unseren Kirchen erst seit dem 14. Jh. als Gedächtnismal für einen Verstorbenen in Form einer Steinplatte, die innen oder außen an der Kirchenwand senkrecht aufgestellt wird. Epitaphe (griech. Grabinschrift) wurden für diesen Zweck eigens angefertigt; sie sind keine früheren Grabplatten. Das Epitaph ist auch kein Grabmal, weil sich weder dahinter noch darunter ein Grab befindet.

15.Jh

Rotmarmorplatte (178 x 81 cm ) mit großem Wappen in der Mitte und vier kleineren Wappen in den Ecken für Jörg Urfaer zu Arenpach und seine Frau Anna Annazellerin aus dem 15.Jh. (die Jahreszahl 14. ist unleserlich geworden). Auf den Wappen sind zu sehen: Boot, Palme, Helm, Rauten, gekreuzte Morgensterne, Vogel.
Text:
"Hie ligt begraben der Edl und vesst Jorg Urfaer zu arenpach
Anna Annazellerin sein Hawsfraw
"


1604
Rotmarmorplatte (174 x 91 cm) für den Landrichter Adam Gepeckh mit Vogelwappen und Helmbusch.
Text: "Den 10 Martij Ano 1604 starb der Edl und Gestreng Her Adam Gepeckh zu Arnpach frtl. dtl. Landtrichter zu Dachau welcher sabt seinen baiden verstorbnen hausfrauen, und anderen Gepeckhen in Gott allda seelib rueen. denen sein bfallen Christglaubigen Seelen gott genad." Darunter das Wappen der Gepeckh".
Über dem Text ein Totenschädel mit gekreuzten Oberschenkelknochen. Auf dem Schädel steht eine abgelaufene Sanduhr. Außen stehen Leuchter mit ausgeblasenen Kerzen. Alle dargestellten Motive deuten auf den Tod hin.
Sie sind auch Zeichen der Ermahnung zur Buße und Anruf der Ewigkeit. Neben den Leuchtern zwei Wappenschilde.

1654


Rotmarmorplatte (119 x 71 cm) für Johann Caspar Grinin und seine Frau Catharina, geb.Gepeck.
Text: "Anno 1654 den 11 Maij Ist gestorben der Woll Eld und Gestreng Herr Johann Caspar Grinin zu Niederrain Liefering und Malez Salzburgerischer Landtzmann Ihr Hochfürstlich Drtl. Pfleger zu Eisenhofen.
Anno 16   den     starb die Edl und Streng sein Eheliche Ehefrau Anna Catharina Griningin Geborne Gepöckhin. Der Allmechtig Gott Wolle dise und allen Christglaübigen Seelen genedig und Barmhertzig sein Amen
"
Im unteren Teil des Epitaphs das Allianzwappen der beiden Verstorbenen: links das des Ehemanns Grimming, der Pfleger der Freisinger Hofmark Eisenhofen war, rechts das der Ehefrau aus dem Geschlecht der Gepeckh.


1754

Kalksteinplatte (100 x 74 cm) für Anna Maria Freyin v.Geböck.
Text: "Hier ruhet die hoch und Wohlgebohrne
Anna Maria Freyin v.Geböck auf Arnbach
Gebohrne Gräfin von Fränking, Gestorben den 6 May a.o. 1754 R.in P.
"
Darüber die farbigen Wappen der Verstorbenen und ihres Ehemannes.
 
Aus der Familie Geböckh, auch Gepeckh geschrieben, kam der bedeutende Freisinger Fürstbischof Veit Adam Gepeckh, der 1584 auf Schloss Arnbach als Sohn des Indersdorfer Klosterrichters und späteren Dachauer Landrichters Adam von Gepeckh geboren worden war.

Das im Jahr 1781 abgebrochene Schloss Arnbach um 1700.
Er hatte in Dillingen Jura und Theologie studiert, arbeitete im Domkapitel, dem engsten Mitarbeiterstab des Bischofs, und war zwischen 1612 und 1618 zum Priester geweiht worden. Im Jahr 1618 wurde er trotz des Widerstands des bayerische Kurfürst Maximilian I. und trotz moralischer Bedenken wegen seines "unkanonisches Vorlebens" (mehrfache Vaterschaft) zum Bischof gewählt und geweiht. Obwohl das Bistum hohe Kriegskosten zu tragen hatte, sanierte Veit Adam die Finanzen des Fürstbistums. Er reduzierte die Hofhaltung auf einen bescheidenen Rahmen, verwirklichte im Bistum die Grundsätze des Konzil von Trient (=Gegenreformation) und ließ den Dom durch große Künstler im Stil der Spätrenaissance und des Frühbarocks umgestalten. Er achtete auf die Ausbildung und Lebensführung des Klerus und ließ regelmäßige Pfarrvisitationen durchführen. Im 30jährigen Krieg war er zwar neutral; doch Freising wurde erst von den bayerischen Truppen besetzt und kurz vor Kriegsende (im Juni 1648) von den Schweden und Franzosen erobert und geplündert. Als zuständiger Diözesanbischof hatte er 1629 die Dachauer Jakobskirche und am 7. November 1638 die Münchner Mariensäule eingeweiht. Er starb 1651 und ist in der Fürstenkapelle des Freisinger Doms begraben.


Fenster

Die  Rundbogenfenster des Chorraums enthalten vier Glasgemälde von Syrius Eberle, Dachau aus dem Jahr 1932: u.a.

Christi Geburt

Und das Wort ist Fleisch geworden
"Dem Andenken meiner Mutter gewid. v. frr.Pfr. Josef Mayr" - Krippendarstellung mit Josef und Maria (ein gleiches Bild hat Syr.Eberle auch für die Kirchen in Westerndorf, Palsweis, Taxa und in  Odelzhausen erstellt - Vergleich ?).

 

Du meine Mutter und ich Dein Kind
"Gestiftet v.Johann Kellerer Grubhof"
Maria mit dem göttlichen Sohn auf dem Schoß. Neben ihr die leere Krippe.

 


Muttergottes

St.Isidor
Was der Mensch sät, wird er ernten
"Gestiftet v.Bürgermeister J.Sandmann"
Der hl.Isidor betet vor einem Feldkreuz, während ein Engel das Pflügen der Felder übernimmt. Isidor lebte im 12. Jh. als Knecht bei einem Baron. Seine Mitknechte verpetzten ihn, weil er ständig betete. Als in sein Herr kontrolliete, sah er einen Engel mit zwei weißen Stieren pflügen, während Isidor im Gebet an Rand des Feldes kniete.
Ein gleiches Bild ist in der Kirche von Langenpettenbach zu sehen, das Eberle 1926 gefertigt hat.
 

Lasset die Kleinen zu mir kommen.
"Dem Andenken meines Sohnes Leonhard gewid. v.Anton Kraus"
Darstellung des Bibeltextes bei Lukas (18,16), Mtt, 19,14 und Mk 10,14:
" Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht; denn für solche ist das Reich Gottes".  


Jesus
und die Kirnder

Fenster im Kirchenschiff
Die hohen Fenster im Kirchenschiff sind oben geschweift und zartfarbig verglast.
Sie enthalten folgende Inschriften:
Hinten rechts: "Hl.Leonhard und Luzia bitte für uns" - "Gestiftet v.d.Eltern d. H.H.Pfr. L.Moll 1932"
Hinten links:    "Hl.Georg bitte für uns" - "Dem Andenken meines verstorb.Mannes gewid. V.Maria Meir"
Mitte links:      "Hl.Dominikus bitte für uns" - gestiftet v.d.Dominikanerinnen M.Sabina u. M.Mathäa Ebner"

Vor 1932 waren 50 Jahre lang farbige Mosaikglasfenster eingesetzt gewesen.



Taufstein

Links neben dem Altar steht der Taufstein aus dem 17.Jh; er besteht aus Holz und wurde marmoriert gefasst. 1996 wurde er renoviert. Auf dem Deckel ist eine Täufergruppe (Jesus und Johannes) aus Holz in Lüsterfassung angebracht. Johannes tauft den vor ihm knienden Jesus mit einer Schale. In der Hand hält er einen Kreuzstab mit einem Inschriftenband.
2009 wurde das hölzerne Taufbecken mit einem Edelstahleinsatz ausgestattet.


Taufsteinfiguren
Hinweis:Die Taufe der frühen Christen fand ursprünglich
im Freien statt, überall dort, wo fließendes oder stehendes Wasser vorhanden war. Mit der Verlegung der Taufe in den Kircheninnenraum schuf man dort eigene Taufbecken. Als sich im 11.Jh die Praxis der Kindertaufe weitgehend durchsetzte, begann manmit der Errichtung erhöhter Taufgefäße; die Bodenbecken erwiesen sich für die Kindertaufe als weniger geeignet. Das Taufbecken ist meist aus Stein; hier in Arnbach wurde das hölzerne
  Becken mit einem Steinmuster bemalt. Es hat in der Regel eine achteckige Form, weil die Zahl acht und das Achteck als Symbol für Erneuerung, Wiedergeburt und Herrschaft angesehen werden. Taufbecken und Deckel sind meist mit ornamentalem oder architektonischem Zierrat geschmückt. In der Barockzeit wurde auf dem Deckel häufig die Taufe Jesu figürlich dargestellt. Sie ist Vorbild für das Taufsakrament und geht auf Empfehlungen des Konzils von Trient (1545 bis 1563) zurück.


Ewig-Licht-Leuchte


An der Nordwand des Altarraums ist eine stark verzierte Ewig-Licht-Leuchte mit Rocaillemotiven angebracht. Sie stammt aus der Hoch-Zeit des Rokoko.
  Hinweis: Das rote Öllämpchen, das stets im Altarraum brennt, gilt oft als Erkennungsmerkmal eines katholischen Gotteshauses. Früher gab es solche Lichter nur an den Märtyrergräbern. Mit der wachsenden Verehrung der aufbewahrten Eucharistie hat sich etwa seit dem 13. Jh der Brauch des "Ewigen Lichtes" vor dem Tabernakel, wo das Allerheiligste aufbewahrt wird, herausgebildet, nachdem der Johanniter-Ritterorden das Ewige Licht von den Kreuzzügen aus dem Heiligen Land

Ewig-Licht-Ampel
  mitgebracht hatten. Durch sein dauerndes Brennen weist es darauf hin, dass in der Kirche geweihte Hostien aufbewahrt werden. Meist sind die von der Decke herabhängenden Ampeln aus Silber oder versilberten Material gebaut, in eleganten Formen und mit vielen grazilen Verzierungen versehen.


Zelebrationsaltar

Vor einigen Jahren wurde ein neuer Zelebrationsaltar aus rotem Marmor mit vergoldeter Metallfassung aufgestellt.
Hinweis: Der Altar war das Symbol des heidnischen Gottesdienstes. Das lateinische Wort adolere = verbrennen bezeichnet die ursprüngliche Bedeutung als Stätte zur Verbrennung der Opfer. Die ersten Christen hatten keinen Altar. Jesus versammelte die Seinen um den Tisch, und das hielten auch die Christen während der ersten Jahrhunderte so; zur Eucharistiefeier konnte jeder beliebige Tisch dienen.

 


Zelebrationsaltar

Im 4.Jh wurde das Opfer Jesu in das Tischgeschehen hineingenommen und der Altar eingeführt. Er war meist aus Stein, frei aufgestellt und von allen Seiten zugänglich. Ab dem 8. Jahrhundert weicht die Tischform immer mehr der Blockform. Dies kommt der Entwicklung entgegen, im Altar Reliquien von Märtyrern und Heiligen beizusetzen. Der zelebrierende Priester stand hinter dem Altar, sodass seine Handlungen während der Messfeier für die ganze Gemeinde sichtbar waren.
  Als der Altar dann im 11.Jh eine Rückwand mit hohen Altaraufbauten (Retabel) erhielt und weiter an die Ostwand rückte, wandte der Priester der Gemeinde den Rücken zu. Dies ist in der katholischen Kirche durch eine Liturgiereform erst vor 40 Jahren wieder rückgängig gemacht worden.


Kreuzpartikelmonstranz


Keuzpartikel
Zu den Gottesdiensten wird auf den Zelebrationsaltar eine sonst außerhalb der Kirche unterge-brachte Kreuzpartikelmonstranz gestellt. Die Reliquie im vierpass-förmigen Schaugefäß ist in ein von Verzierungen aus Silberfäden umgebenes kleines Kristallkreuz eingearbeitet. Die versilberte Messing-Monstranz wurde im 18.Jh erstellt und im 20.Jh verändert. Bergkristall in Kreuzform als Einfassung einer Kreuzpartikel ist seit Jahrhunderten verbreitet. Während der Edelstein in der Antike als wertvoller Heil- und Zauberstein galt, ist er im Christentum ein Zeichen für die Auferstehung Christi.

Hinweis: Kreuzreliquien waren früher besonders wertvoll; schließlich galt das Kreuz Christi als kostbarste Reliquie der Christenheit. Die hl.Helena, Mutter von Kaiser Konstantin, soll im Jahr 320 nach der Legende das Kreuz Christi aufgefunden haben. Größere Kreuzpartikel kamen ab 950 nach Deutschland; die meisten wurden aber im 17. und 18.Jh erworben. Es handelt sich meist um Berührungsreliquien, d.h., der Holzsplitter war an der Originalpartikel angelegt worden.

Kreuzpartikel
-Detail-

Langhaus / Kirchenschiff

Decke im Kirchenschiff

Das Langhaus oder Kirchenschiff besitzt eine Flachdecke mit dichtem, sehr farbigen  Rahmenstuck und Rankenfüllung (1740). Das Deckengemälde im Langhaus (von Balthasar Kraft, 1859) stellt die Aufnahme Mariens in den Himmel dar.
Mariä Aufnahme
in den Himmel
Die Muttergottes wird von (dem Anschein nach schwer arbeitenden) Engeln in den Himmel emporgehoben. Das Bild ist eine Kopie nach einem von Guido Reni (1575-1642) im Jahr 1631 gemalten Bild, das heute in der Alten Pinakothek ausgestellt ist.
Guido Reni war ein italienischer Maler und Radierer; er lebte in Bologna, arbeitete aber auch in Rom und Neapel.


Seitenaltäre

Die Seitenaltäre aus dem Jahr 1704 sind hochbarocke Säulenretabel. Das Holz ist größtenteils vergoldet.

Die Aufsätze bestehen aus gesprengten Segmentgiebeln, die hölzerne Gloriolen mit den Monogrammen von Jesus (IHS) und Maria (MRIA) umgeben. Von 1860 bis 1966 befanden sich in den Aufsätzen noch Gemälde zwischen zwei Säulchen. Sie waren von Balthasar Kraft aufgesetzt worden. Das Auszugsbild am Marienaltar hatte das Thema der Vermählung Mariens zum Inhalt, das Auszugsbild am südlichen Kreuzaltar die Auferstehung Christi.
Eine Besonderheit sind die hohen Predellen, in denen sehr gute gotische Holzreliefs aus der Zeit um 1500 angebracht sind.

Linker Seitenaltar

Durch die oben erwähnte Achsverschiebung beim Neubau 1388 hat der linke Seitenaltar etwas weniger Platz als der rechte. Deshalb ist dort zum Ausgleich das Außenmauerwerk etwas ausgehöhlt worden. Zudem ist der linke Altar um 6,5 cm breiter als der rechte Altar und ragt so etwas weiter in die Öffnung unter dem Chorbogen hinein.

Der linke Altar war schon immer der Marienaltar. In der Hauptnische ist eine Halbfigur der Gottesmutter Maria aufgestellt. Sie wurde in gotischer Zeit am Ende des 15.Jh geschnitzt. Maria hält das Jesuskind auf ihrem rechten Schoß, das in seiner Schreitbewegung sehr lebendig wirkt. Maria ist in ein rot-blau-goldene Gewand gekleidet. Auf ihrem Haupt trägt sie eine Königskrone.

Muttergottes 15.Jh

Der Strahlen-kranz (Aureole) hinter Maria wurde 1966 hinzugefügt, als man die Figur in die Mittelnische des Seitenaltars stellte. Er war notwendig, um die geringe Größe der Figur auszugleichen.
Von 1860 bis 1932 stand eine andere Muttergottes-figur am Altar. Danach war bis 1966 ein 130 x 80 cm großes Altarblatt mit einer Darstellung der Hl.Familie (1932) im barocken Stil vom Maler und Restaurator M. Gottschalk in der Mittelnische angebracht. Der Maler Gottschalk hatte ein Jahr zuvor die Kreuzwegstationen in St. Michael, Langenpettenbach geschaffen.


Das Relief in der Predella des linken Seitenaltars stellt den Tod Mariens dar (Ende 15.Jh).


Tod Mariens
In der Beschreibung der Kunstdenkmäler Bayerns heißt es: "Um die im Bette liegende heilige Jungfrau Maria sind die Apostel versammelt. Johannes kniet vorne links, den einen Arm der Gottesmutter umfassend. Ein Apostel hält den Weihwasserkessel. Ein anderer Apostel kniet am Ende des Bettes und liest aus einem Buch Sterbegebete vor".


Rechter Seitenaltar

Mittelpunkt des rechten Seitenaltars ist vor dem blauen Hintergrund der Nische eine Figur des Auferstandenen mit der Siegesfahne in der Hand in einem die ganze Figur umgebenden Strahlenkranz (Aureole). Christus segnet den Betrachter mit der erhobenen rechten Hand, an der die Wundmale zu erkennen sind.


Auferstandener

Die teilvergoldete Figur wurde im 16.Jh geschnitzt, der Kopf später überarbeitet. Die Fahne gilt seit dem 10./11. Jh. als Zeichen des Sieges über den Tod. Besonders in der Barockkunst erfreute sie sich als Attribut großer Beliebtheit. In der Kunst des süd-deutschen Raums gehört die dreispitzig endende Fahne (ähnlich dem karolingischen Königsbanner) zur Ostersymbolik.
  Hinweis: Der Figurentypus des Auferstandenen entwickelte sich aus dem Erbärmde-Heiland. Dieser wiederum geht der Überlieferung zufolge zurück auf Papst Gregor den Großen, dem bei einer Messe über dem Altar die Leidenswerkzeuge Christi und der lebend aus der Grabkufe aufsteigende Schmerzensmann erschienen sein soll. Aus den Wundmalen habe sich das Blut in den auf dem Altar stehenden Kelch ergossen. Die Figur wird auch Erbärmdechristus oder lat.imago pietatis genannt. Der aufrecht stehende, mit einem Lendentuch bekleidete und oftmals die Dornenkrone tragende Christus zeigt seine Wunden. Aus dieser Darstellung des Erbärme-Heilands entwickelte sich der Salvator Mundi, der Welterlöser oder der Auferstandene mit der Siegesfahne in der Hand, dessen Gesichtszüge mehr die Glorie als die Schmerzen widerspiegeln.
In der Predella wird die Beweinung Christi nach der Kreuzabnahme (Ende 15.Jh) dargestellt. In der Beschreibung der Kunstdenkmäler Bayerns heißt es: "Maria und Johannes stützen den Oberkörper des Gekreuzigten.

Beweinung Christi
Zu Füßen des Leichnams stehen Maria Magdalena und eine der klagenden Frauen. Eine weitere klagende Frau ist auch zwischen Johannes und Maria, sodass zu beiden Seiten der Gottesmutter je zwei Figuren stehen und die Gottesmutter so den Mittelpunkt der Kompo-sition bildet. Besonders ist der Faltenwurf der Madonna hervorzuheben".
  Hinweis: Die Beweinung Christi wird in der Bibel nicht erwähnt. In der Kunst finden sich die ersten Darstellungen erst rd. 1000 Jahre nach Christi Tod, nachdem Symeon Metaphrastes dieses Ereignis in seinem Buch beschrieben hat. Nördlich der Alpen kommt die Darstellung erst im 13. Jh auf. Die Grablegung in der Predella eines Altars soll die Gegenwart des gekreuzigten Herrn betonen.

Der rechte Seitenaltar war früher dem Heiligen Kreuz geweiht. An Stelle des Auferstandenen stand z.B. im Jahr 1900 eine Kreuzigungsgruppe im Mittelpunkt des Altars. Von 1932 bis 1966 war dort ein 130 x 80 cm großes Altarblatt vom Maler und Restaurator M. Gottschalk mit einem Bild des hl.Franziskus, der das Kreuz umarmt, zu sehen.

zur Beschreibung der Kreuzwegbilderzur Beschreibung der Deckengemälde im Kirchenschiff St. Josef zur Beschreibung des Kanzelkreuzes Kirchenbänke Kirchenbänke zur Beschreibung der Kreuzwegbilder Epitaph v.Geböck zur Beschreibung der Orgel St. Leonhardzur Beschreibung der Mater dolorosa
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Kreuzwegbilder

An den Seitenwänden des Kirchenschiffs hängen die 1858 gemalten und 1996 restaurierten Bilder der  vierzehn Kreuzwegstationen (Öl auf Leinwand) im vergoldeten Rahmen. Sie sind 48,5 cm hoch und 38,5 cm breit.

Kreuzwegbild

Apostelleuchter
Dazwischen sind die schmiedeeisernen   Apostelleuchter angebracht. Apostelkreuze an der Wand fehlen.
Hinweise: Die Apostelleuchter erinnern an das in der Apokalypse (21,14) beschriebene himmlische Jerusalem, dessen Mauern auf zwölf Grundsteinen mit den Namen der zwölf Apostel errichtet sind.


Apostel-leuchter

Die Kirche sieht sich als Vorläuferin des himmlischen Jerusalems. An den Apostelkreuzen wurde die Kirche bei ihrer Weihe mit Chrisam gesalbt.

Die Kirche hat keine Kanzel mehr; sie wurde 1966 entfernt und nach Emmering verkauft. Dort ist sie in der Pfarrkirche St.Pankratius zu sehen. Beim großen Umbau von 1730 war die damals schon vorhandene Kanzel, -vermutlich aus Kostengründen- zunächst übernommen und erst 60 Jahre später, 1792 gegen eine neue Kanzel im damals zeitgemäßen barocken Stil ausgetauscht worden.

Kreuzigungsgruppe

An der Nordseite ein großes  Kruzifix. Es wurde 1998 von Bildhauermeister Westermeier geschaffen.
An dieser Stelle, gegenüber der damaligen Kanzel, waren schon früher mindestens zwei "Kanzelkreuze" mit einer Muttergottesfigur darunter angebracht. Das erste wird in einem Inventarverzeichnis aus dem Jahr 1826 genannt. Dieses Kreuz wurde 1860 abgenommen und durch eine neue Gruppe ersetzt. Das zweite, 1860 angebrachte Kruzifix wurde später an eine Kirche im Münchner Hasenbergl verkauft.
  Hinweis: In den frühchristlichen Kirchen wurde das Kreuz ohne den Corpus des Gekreuzigten angebracht. Dann aber wurde Christus am Kreuz als lebender und über den Tod triumphierender, göttlicher Sieger mit geöffneten Augen und in aufrechter Haltung dargestellt. Erst im hohen Mittelalter (etwa seit dem 12. Jh) setzte sich die Abbildung des leidenden und toten Gekreuzigten, die Betonung des Menschseins Jesu durch, wie wir es von unseren Kirchen kennen.

Kanzekreuz
Unter dem Kruzifix steht eine Mater dolorosa, die trauernde Mutter Maria. Auch sie stammt von Bildhauer Westermeier. Das sonst bei diesen Darstellungen übliche Schwert in der Brust fehlt.

Mater dolorosa

Kirchenstühle

Die Kirchenstühle (links 11, rechts 10 Bankreihen) dürften -wie die 1965 entfernte Kanzel- um 1740 von der Kistlerfamilie Prugger gefertigt worden sein. Sie wurden 1965 restauriert. Die Stuhlwangen sind mit einem Akanthusmuster verziert, das dem vieler Kirchenstühle im Dachauer Land entspricht.

Kirchenbankwange
Es trat erstmals 1695 in Glonn auf und wurde ab 1717 auch in Ainhofen, Albersbach, Arnzell, Aufhausen, Bergkirchen, Hilgertshausen, Markt Indersdorf, Ottmarshart, Pasenbach, Pipinsried, Walkertshofen, Weichs, Westerholzhausen und in Westerndorf verwendet

Empore

Auf der Empore mit ihrer in der Mitte vorkragenden verputzten Brüstung stehen Figuren von drei Heiligen aus dem 17. und 20.Jh:

St. Leonhard mit Abtsstab, Buch und Viehkette im schwarzen Habit der Benediktiner
  Hinweis: Leonhard (in Bayern einer der 14 Nothelfer) lebte um das Jahr 500 als Einsiedler und später als Abt in Frankreich. Regelmäßig besuchte er die Gefangenen und erreichte beim König Clodwig I., dass viele von ihnen freigelassen wurden. Deshalb galt er ursprünglich als Schutzpatron derer, "die in Ketten liegen", also der Gefangenen - und der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete. Als die Leonhardsverehrung nach Deutschland kam, hat man ihn wegen der Ketten, mit denen er in Frankreich abgebildet war, als Patron der Haustiere verehrt, weil man diese Ketten als Viehketten missdeutete. In Bayern erreichte die Leonhardsverehrung im 19.Jh ihren Höhepunkt. Man nannte ihn auch den bayerischen Herrgott. Am Leonhardstag, dem 6. November werden Leonhardiritte abgehalten und Tiersegnungen vorgenommen.

St.Leonhard
St. Josef mit einem feinen Gewand gekleidet und einem blühenden Aaronstab in der Hand.
  Hinweis: Legenden aus dem 2. Jh berichten von der Brautwerbung Josephs. Demnach war Maria Tempeljungfrau in Jerusalem und sollte einem Mann verheiratet werden, der sie unberührt lassen würde ("Josephs-Ehe"). Jeder Bewerber - allesamt waren Witwer - sollte einen Aaronstab auf dem Altar des Tempels niederlegen; Josephs Stab grünte und blühte, zudem ließ sich eine Taube als Zeichen der göttlichen Bestätigung auf seinem Kopf nieder.

St.Josef

Bruder Konrad von Parzham im Ordensgewand der Kapuziner.
  Hinweis: Konrad von Parzham (1818-1894) wirkte 41 Jahre lang im Kloster Altötting als Pförtner, wo er mit Tausenden von Wallfahrern zu tun hatte, die mit vielerlei Anliegen und Bitten zu ihm kamen. Aber auch Kinder aus vielen armen Altöttinger Familien kamen bettelnd an die Pforte; keines von ihnen ging leer aus. 1934 wurde Konrad von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Damals wurden in unseren Kirchen viele Figuren dieses Volksheiligen aufgestellt.


Bruder Konrad


Orgel


Die Orgel mit zwei Manualen wurde um das Jahr 1924 angeschafft. Es handelt sich um ein gebrauchtes Stück, das von Willibald Siemann aus München gebaut worden war. Die Orgel hat eine Kegellade mit pneumatischer Traktur.


Orgelprospekt
Der mit rechteckigen Flachfeldern verzierte Prospekt ist dreiteilig, mit einem höheren Mittelteil. Da die Orgel für die vorhandene Empore zu hoch war, musste die Decke aufgeschlagen werden.
 

Disposition der Orgel im Jahr 1975
Manual (C-f'''): Principal 8', Salizet 8', Lieblich Gedeckt 8', Octave 4', Pastorflöte
                     4', Octave 2', Mixtur 2' + 1 1/3' + 1'
Pedal: (C-d'):   Subbaß 16'

Siemann-Orgeln stehen übrigens auch in Ainhofen, Kreuzholzhausen, Randelsried, Giebing und Sulzemoos.Siemann zählte seinerzeit zu den ersten Adressen im bayerischen Orgelbau.
Die Siemann-Orgel ersetzte eine Vorgängerorgel von 1797, die in der Balkon-artigen Vorbuchtung der Empore aufgestellt war.
  Hinweis:Mit ihren vielen Pfeifen, die über ein Gebläse zum Klingen gebracht werden, steht die Orgel meist im rückwärtigen Bereich der Kirche auf der Empore. Sie hielt erst allmählich Einzug in die Kirchen, weil sie bis in das 11. Jahrhundert als profanes (weltliches) Instrument galt, das für das höfische Zeremoniell verwendet wurde. Erst ab dem 13. Jh wurde es zur Regel, in allen bedeutenden Kirchen Orgeln zu errichten. Heute gehört eine Orgel zur Ausstattung fast jeder Kirche. Mit ihrer Klangvielfalt und Klangfülle trägt sie zur Verschönerung des Gottesdienstes bei. Der Orgelprospekt, die Schauseite der Orgel, wurde früher meist durch Künstler gestaltet. Im Barock und im Klassizismus, deren Epochen unsere ältesten Orgeln im Landkreis Dachau angehören, wurde der Prospekt mit reicher Ornamentik verziert. Heute setzt sich immer mehr der "offene" Orgelprospekt durch, der allein durch die harmonische Anordnung der Pfeifen wirkt.


Beinhaus

Im Vorhaus mit Nord- und Südzugang liegen an der Rückseite in einer vergitterten, schmalen Nische einige Totenschädel. Sie erinnern an das frühere Beinhaus (Karner), das möglicherweise hier oder an anderer Stelle neben der Kirche eingerichtet war.
  Hinweis: Das Beinhaus oder Karner (lat.carnarium=Fleischkammer) war vom Mittelalter bis zum 19.Jh. eine meist an die Kirche in der Nähe des Eingangs angebaute, zweigeschossige Friedhofskapelle, in deren Untergeschoss die Gebeine der schon lange Verstorbenen aufbewahrt wurden, um Neuzugängen Platz zu machen (Zweitbestattung). Ursprünglich hatte jeder Pfarrfriedhof, neben an oder unter der Kirche einen Karner. Auf den Synoden von Münster und Köln (1279/1280) wurden sie zwingend vorgeschrieben. In früheren Jahrhunderten war die Lebenserwartung nicht so hoch; so sind in Relation zur Bevölkerungszahl mehr Menschen gestorben. Friedhöfe waren damals immer um die Kirche herum angelegt und kaum erweiterungsfähig. Im Jahr 1058 beschränkte man die Grenzlinien der Friedhöfe auf 60 Schritte im Umkreis des Altars für Hauptkirchen und 30 Schritte für Kapellen. Weiter entfernt konnte man sich des Segens der im Altar ruhenden Reliquien und der Fürbitte des Heiligen nicht sicher sein. So war es üblich, die Gräber schon nach 5 bis 10 Jahren wieder zu verwenden. Zudem gab es keine Familiengräber; der nächste Tote erhielt das frei werdende Grab. Manche Totenschädel in den Beinhäusern wurden auch bemalt oder mit Inschriften versehen, um sie der Anonymität zu entreißen. Karner waren besonders in Bayern, Österreich und Ungarn verbreitet; sie standen an katholischen und protestantischen Gotteshäusern. In den letzten hundert Jahren wurden die Karner abgerissen bzw. in Lourdeskapelle, Abstellräume oder Vorhäuser umgewandelt. In manchen Kirchen wie hier in Arnbach erinnert aber noch eine Nische mit einigen Totenköpfen an die frühere Trauerkultur. Die aufgestapelten Gebeine sollen die Kirchenbesucher an die Vergänglichkeit des Menschen ermahnen.


Pfarrhof

Der Pfarrhof mit seinen vielen Fenstern wurde 1735 unter dem Pfarrer Freiherrn J.Franz v.Paumgarten erbaut und war bis 1970 bewohnt. Danach verfiel er zusehends. 1978 diente er noch als Kulisse für die Aufnahmen zum Film "der Ruepp".
In den Jahren 1980 bis 1982 wurde er saniert und erstrahlt nun wieder im alten Glanz. Der Pfarrhof wird vor allem für Fortbildungsveranstaltungen und als Begegnungsstätte genutzt. Überregional bekannt sind die "Arnbacher Gespräche", die das Katholische Landvolk alljährlich hier veranstaltet.

Im März 1894 wurde das "gesammte Pfarrhof-Inventar gegen Baarzahlung an die Meistbietenden versteigert". Grund war die Beendigung der seelsorgerlichen Tätigkeit (Resignation) von Andreas Pfarrer Plöbstl. Die Versteigerung wurde über Plakate und Zeitungsanzeigen angekündigt. Das Plakat hat sich noch erhalten. Danach wurden folgende Gegenstände angeboten:
 

3 Zugpferde
2 Ochsen,
14 Kühe, darunter 4 Kälberkühe
    und 1 mit Kalb,
2 Zuchtstiere
4 Jungrinder,
1 Mutterschwein mit 9 Ferkeln,
1 trächtig. Mutterschwein,
50 Hennen mit Hahn,
1 Göppeldreschmaschine,
1 Zweispänner-Chaise,
1 Kutschwagerl, 3 Heuwägen,
2 Truhenwägen, 1 Bierwägerl,
1 Rennschlitten, 3 Kothschlitten,
3 Pflüge, 3 Eggen,
2 Odelfässer, 1 Schneckensäule,
2 Windmühlen,
1 Zweispänner-Chaisengeschirr,
2 Einspänner-Chaisengeschirre,


zur Vergrößerung
des Plakats klicken


4 Paar Fuhrgeschirre,
1 Paar Ackergeschirre,
2 Paar Ochsengeschirre,
500 Zentner Heu,
300 Zentner Grummet,
mehrere Parthieen Stroh,
mehrere Parthieen Holz,
mehrere Parthieen Bretter und Läden,
5 Dienstbotenbetten,
1 Dezimalwaage,
mehrere Schäffel Kartoffel,
1 Buttermaschine,
1 Butterfaß und noch viele hier nicht genannte Baumannsfahrnisse und Hauseinrichtungsgegenstände.

Hierzu ladet Kaufsliebhaber freundlichst ein der Eigentümer

Wenn Sie sich Bilder von weiteren alten Pfarrhöfen anschauen möchten, klicken Sie hier. .

Nach einer Liste des Landesamt für Denkmalpflege gibt es im Bereich der westlichen Friedhofsmauer Reste eines unterirdischen Gangs, der in Zusammenhang mit sog. Schrazllöchern steht. Mehr über Schrazllöcher. .

Hans Schertl



Quellen:

Michael Wening, "Historico-topographica descriptio Bavariae", Band 1, 1701
Königl.Bayerisches Intelligenzblatt für den Isarkreis, 1821 (Pfr.Niclas)
Siebert, Das Königreich Bayern-topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form dargestellt" -S.28, 1840
Dr.Martin v.Deutinger, Die älteren Matrikeln des Bistums Freysing, 1849/50
Pleickhard/Stumpf, Bayern ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches 1852 (Statistik)
Arthur von Ramberg,Joseph Heyberger, Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern, Band 5, 1867 (Statistik)
Heyberger, Landes- und Volkskunde des Konigreichs Bayern, 1868
Mayer-Westermayer, Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising, 1874
Bezold/Riel, Kunstdenkmale des Königreichs Bayern, 1893
Amperbote vom 5.1.1897 (Versteigerung)
Theodor Bitterauf, Die Traditionen des Hochstifts Freising, 1909 (Nr. 729)
Dachauer Nachrichten vom 3./4.9.1966; vom 9./10.2.2008
Dr.Peter Dorner, Renaissancebild einer Landschaft, Amperland 1968 (Apian 1568)
Heimatbuch des Landkreises und der Stadt Dachau, 1971
Georg Brenninger, Orgeln und Orgelbauer im Landkreis Dachau, Amperland 1975/2
Georg Brenninger, Orgeln in Altbayern, 1978
Jakob Mois,Konsekrationsbuch des Fürstbischofs Eckher, 1982 (Altarweihe 1707)
Max Gruber, Im Amperland tätige Glockengießer, Amperland 1984/2
Anton Landersdorfer, Das Bistum Freising in der bayerischen Visitation des Jahres 1560, 1986
Josef Mass, Geschichte des Erzbistums München und Freising, 1986 (Vikariatseinkommen)
Putz/Niederle, Kirchen und Kapellen im Gemeindebereich Schwabhausen, 1988
Angerpointner, 600 Jahre Pfarrkirche St.Nikolaus in Arnbach, 1988
Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV: München und Oberbayern, 1990
Robert Böck,Wallfahrt im Dachauer Land, Bd 7 der Kulturgeschichte des Dachauer Landes, 1991
Anton Landersdorfer, Biblisch Biographisches Lexikon, Band XV, 1999
Kirchenpfleger Adolf Breitenberger, 2002
Dachauer SZ vom 13.2.2002
Balthasar Kraft-ein beinahe vergessener Kirchenmaler u.Bildhauer des 19.Jh (www.rspaf.pfaffenhofen.de/kraft.htm)
Mayr/Breitenberger, Arnbach einst und heute, 2004
Münchner Kirchenzeitung v. 30.10.2005
Dr.Konrad Lotter, Ein Philosoph auf der Kanzel, Amperland 2006/2 (Jakob Salat)
Dr.Peter Dorner, Burgen und Schlösser in Deutschland und deutschsprachigen Ländern und Regionen (www.burgeninventar.de)
Dachauer Nachrichten vom 19.2.2009 (Taufstein)

Eckart Bieger, Das Bilderlexikon der christlichen Symbole, 2011 (Bauform)
Bruno Reudenbach,Gia Toussaint, Reliquiare im Mittelalter, 2011 (Bergkristall)
Künstler in Haimhausen im Barock und Rokoko, Ausstellung 2014 (Wening)
Dr.Thomas Horst, Gericht und Herrschaft in Bayern, aus Fürstliche Koordinaten, 2014 (Apian)
Dr.Mich.Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte 1871-1990, www.verwaltungsgeschichte.de/, 2015 (Statistik 33,39)

61 Bilder: Hans Schertl (59), Hubert Eberl (2)


 

Balthasar Kraft
Kirchenmaler und Bildhauer

Balthasar Kraft wurde am 14. August 1820 in Pfaffenhofen a.d.Ilm geboren. Er erlernte zunächst den Beruf des Schreiners, später den des Lithographen (Steindruckers). 1853 gründete er die "Kunstanstalt für kirchliche Arbeiten" in Pfaffenhofen, in der er Figuren und Gegenstände (z.B. Altaraufbauten, Beichtstühle) zur kunstvollen Ausstattung von Kirchen herstellte.

Spezialitäten von ihm waren Lourdes-Grotten und "Heilige Gräber", mit denen er über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wurde. Er erwarb sich auch Anerkennung auf dem Gebiet der Kirchenmalerei. So war er in Pfaffenhofen selbst, aber auch in Ilmendorf, Gachenbach, Hohenbercha, Pörnbach, Eisenhut, Wollbach, Waidhofen und schließlich in Arnbach, Mühldorf bei Petershausen (Seitenaltäre 1877/78) und in Weyhern tätig, wo er 1871 Seitenaltarblätter, die Chorraumdecke und den Hochaltar gestaltete.

Balthasar Kraft starb 69jährig am 11. März 1889 in seiner Geburtsstadt Pfaffenhofen.


Verzeichnis der Kunstdenkmale des Königreiches Bayerns
1893

Mit der Arnbacher Kirche befasste sich auch das Verzeichnis der Kunstdenkmale des Königreiches Bayerns, das Gustav von Bezold und Dr.Berthold Riehl im Auftrage des kgl.Staatsministeriums des Innern, für Kirchen- und Schulangelegenheiten erstellt haben. Im Bericht heißt es:
 

"Kirche. Auf dem südlichen Seitenaltar ein neu bemaltes Holzrelief, die Beweiung Christi darstellend. Maria und Johannes stützen den Oberkörper; zu den Füssen des Leichnams Maria Magdalena und eine der klagenden Frauen; eine weinende Frau auch zwischen Johannes und Maria, so dass zu beiden Seiten der Mutter Gottes je zwei Figuren stehen und diese den Mittelpunkt der Composition bildet. Gute Arbeit von ca. 1500, an der namentlich der Faltenwurf der innig empfundenen Maria hervorzuheben ist. H. 46 cm.
Ein zweites dem Anfang des 16.Jh entstammendes und gleichfalls neu bemaltes Holzrelief zeigt den Tod Mariä. Um die im Bette liegende hl.Jungfrau sind die Apostel versammelt; ,Johannes kniet, den einen Arm der Maria fassend, ein Apostel hält den Weihwasserkessel, Petrus hält das Aspergill, ein Apostel kniet zu Enden des Bettes und liest aus einem Buche die Sterbegebete. L. 70, H.41 cm. Wenig beschädigt.
Grabsteine:
Innen an der nördlichen Chorwand:
- Anno.dni.MCCCCXXX starb. wilhalm.lantsidler.an.sand.kolomans.tag. Darunter das Wappen. L.196, br.96 cm.
- Ebenda Grabstein des Jorgn vrfaer.zu arenpach.anna annazelleri. sei.hausfraw. Mit den Familienwappen; an den vier
  Ecken die Ahnenwappen. H.184, br.79 cm. 15.Jh.
- Daneben Grabstein des Joh.Caspar Grinig zu Niderrain, Lifering auf Midetz Salzburgerischer Landtsmann. Ihr Hoch Fürstl.Dchl. Pfleger zu Eysenhofen, gest.11.Mai 1654 u.seiner Ehefrau Anna Catharina, geb.Gepöckhin (ohne Todesdatum). Mit den beiden Wappen. Rother Marmor. H.120, br.72cm.
Innen an der südl.Chorwand:
-Grabstein des Adam Gepeckh zu Arnpach Landtrichter zu Dachau + 10.März 1604, welcher sambt seinen verstorbenen Hausfrawen und anderen Gepeckhen in Gott allda seelich ruen". Familien- und Ahnenwappen, letztere in den vier Ecken. Rother Marmor. H. 177, br.92 cm.

Innen an der Nordwand des Schiffs:
-Grabstein des "Walthauser (Balthasar) Widtmann Pfarrer zu Arnpach" +7.März 1626, mit dem Reliefbild des Verstorbenen in rothem Marmor, H.90, br.52 cm.
- Grabstein der Jungfrau Regina Fürstin, des Balthasar Fürst Landrichter zu Landau Tochter +13.März 1609; rother Marmor H.49 cm.
- Grabstein des Pfarrers Hanns Daschinger +23.Februar, Anfang des 17.Jh, mit der Reliefhalbfigur des Verstorbenen, in rothem Marmor. H.80, br.42 cm. "



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Kirchen und Kapellen im Dachauer Land - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

23.3.2015