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Pfarreien
im Landkreis Detailvergleiche

St.
Nikolaus von Myra
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Nikolaus ist eine historische
Person. Er trat in das seiner Heimatstadt nahgelegenen Kloster von Sion
ein und wurde um 300 zum Metropoliten von Myra geweiht. Während der bald
darauf einsetzenden Christenverfolgung wurde er um 310 gefangen genommen
und gefoltert. 325 nahm er nachweislich
am 1. Konzil von Nicäa teil.
Verbreitete Legenden über
Nikolaus erzählen:
In einer verarmten Familie
konnte er durch gezielte Geldgeschenke, die er heimlich durchs Fenster
und durch den Kamin in die darin aufgehängten Socken warf, verhindern,
dass der Vater seine drei Töchter zur Prostitution bewegen musste.
Drei
zu Unrecht zum Tod Verurteilte konnte er retten, indem er im Traum
dem Kaiser erschien und um ihre Befreiung bat
Um ein in Seenot geratenes
Schiff mit drei Pilgern, die von Ephesus ausfuhren und das für
eine christliche Kapelle bestimmte heilige Öl in den Diana-Tempel zurückzubringen
sollten, zu retten, begab er sich an Bord, stillte den Sturm und brachte
das Schiff sicher in den Hafen.
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Nikolausfigur
in Jedenhofen
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in Kiemertshofen
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Drei Jungen fielen
auf der Suche nach Arbeit einem Metzger in die Hände, der sie in ein Pökelfass
steckte und zu Wurst verarbeiten wollte; sie waren schon zerteilt, als
der Bischof Nikolaus davon erfuhr und sie wieder zum Leben erweckte.
Vom 15. Jahrhundert an verbreitete
sich die Legende von den Getreide-Händlern:
Nikolaus erbat bei einer Hungersnot in Myra von jedem der für den Kaiser
in Rom bestimmten Schiffe nur 100 Scheffel und versicherte, dass durch
sein Gebet nichts bei der Ablieferung fehlen werde, was sich bewahrheitete;
Nikolaus aber konnte seine Gemeinde auf Jahre hinaus ernähren und sogar
Saatgut austeilen.
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in Goppertshofen
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Im 6. Jahrhundert wurde Nikolaus in der
griechischen Kirche verehrt, in Rom zog der Kult im 8. Jahrhundert ein,
er verbreitete sich dann zunehmend auch in Mittel- und Südeuropa.
Um 980 entstand in Deutschland die
ersten Nikolauskirche in Brauweiler.
Die 1087 von Piraten entwendeten Gebeine
brachte man Ende des 11. Jahrhunderts nach Bari und errichtete auf den
Trümmern des byzantinischen Gouverneurspalastes die monumentale Basilika
S. Nicola, die Papst Urban II. 1098 weihte. Als Translationstag gilt der
8. Mai, der in Bari mit einem großen Unzug begangen wird.
in Kleininzemoos
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in Günding
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Zwischen dem 11. bis zum 16. Jahrhundert wurden
diesseits der Alpen über 2.200 Kirchen nach dem heiligen Nikolaus benannt.
Der Nikolaus-Kult in Deutschland wurde im 10. Jahrhundert besonders durch Kaiserin
Thephanu, die griechische Ehefrau des Kaisers Otto II., gefördert.
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Figur in Rettenbach
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Schon damals entstand der
Brauch, dass Nikolaus die Kinder beschenkt.
Grundlage hierfür waren
die Bischofsspiele in Klosterschulen,
wo ein Schüler für einen Tag
-zuerst am Tag der "Unschuldigen Kindlein",
dann am
Nikolaustag-
als "Bischof"
fungieren durfte.
Seit 1555 ist Nikolaus
als Gabenbringer für Kinder auch außerhalb der Klosterschulen belegt.
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St. Nikolaus
auf dem Deckengemälde
in Rettenbach mit Äpfeln (!) statt Goldkugeln
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Am Vorabend des Nikolaustages beschenkt
er - oft zusammen mit seinem Helfer, Knecht Ruprecht, die Kinder. Am Nikolausabend
stellen Kinder ihre Stiefel oder Strümpfe vor die Tür, diese werden über
Nacht von Nikolaus mit Süßigkeiten gefüllt.
Auch in liberalen islamischen Familien
beschenkt "Noel Baba" die Kleinen.
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in Petershausen
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Der Weihnachtsmann mit weißem Bart und
rotem Gewand, der den Kindern am Heiligen Abend die Geschenke überreicht,
geht auf den niederländischen "Sinterklaas" zurück.
Für die weltweite Verbreitung dieses Bildes
von Nikolaus sorgte um die Jahrhundertwende die Firma "Coca Cola", die
ihn für Werbung in ihren Firmenfarben benützte.
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Nikolaus in
Irchenbrunn
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In Bari, wo die Gebeine des
hl.Nikolaus liegen sollen, wurde neben Kirchen und einem Platz auch das
moderne Fussballstadion nach ihm benannt.
In der Kunst wird St.Nikolaus
immer als Bischof, aber mit verschiedenen Attributen dargestellt:
drei Goldkugeln,
drei Brote,
drei Steine,
Pökelfaß mit drei Knaben, Schiffe.
In den Kirchen des Dachauer Landkreises sind nur Darstellungen mit den
drei Goldkugeln zu sehen.
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Nikolaus in Einsbach-Pfarrk
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Nikolaus in Mitterndorf
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Patron von Russland, Lothringen;
der Kinder, der Schüler, Mädchen, Jungfrauen und alten Menschen, der Ministranten,
Feuerwehr, der Pilger und Reisenden, der Zigeuner, der Gefangenen; der Apotheker,
Richter, Rechtsanwälte und Notare, Kaufleute, Bäcker, Müller, Korn- und Samenhändler,
Metzger, Bierbrauer, Schnapsbrenner, Wirte, Weinhändler, Fassbinder, Parfümhersteller
und - händler, Fährleute, Schiffer, Matrosen, Fischer, Flößer, Brückenbauer,
Bauern, Weber, Spitzen- und Tuchhändler, Steinmetze, Steinbrucharbeiter, Knopfmacher,
Kerzenzieher, der Diebe und Verbrecher; für glückliche Heirat und Wiedererlangung
gestohlener Gegenstände; gegen Wassergefahren, Seenot, Diebe
Bauernregel:
"Regnet es an Nikolaus / wird der Winter streng, ein Graus."
Übrigens:
über die beiden Nikolausfiguren in Jedenhofen und Rettenbach hat Frau Barbara
Deger aus Vierkirchen einen Vergleich angestellt. Klicken
Sie hier..

6.1.2005