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Marienkapelle in SCHAUERSCHORN

Navi-Adresse: 85250 Altomünster, Schauerschorn 1
Lage der Kirche auf der Landkarte ...


Beschreibung

Der aus zwei Höfen bestehende Weiler Schauerschorn, zwischen Altomünster und Oberzeitlbach auf einem Hügel gelegen, wurde erstmals um 1260 in einem Grundbuch des Klosters Altomünster als "Schuochshorn" erwähnt. Der Ortsname könnte, so Prof.Dr.Liebhart, "schuhförmige Anhöhe" bedeuten. Politisch war Schauerschorn seit 1808 Teil der Gemeinde Oberzeitlbach, kirchlich gehörte es schon immer zu Altomünster.

Die Kapelle an der Straße wurde 1905 im neubarocken Stil errichtet. Die Kapelle ist -wie die meisten Kapellen dieser Zeit- der Muttergottes Maria geweiht. Patrozinium wird am 8.Dezember (Mariä Empfängnis) gefeiert.

Der offene Vorraum ist durch wuchtig wirkende Mauern vor der Straße geschützt. Über dem Eingang eine Steintafel mit dem Text:
"Maria, ohne Sünde empfangen, bitt für uns".

In dem kleinen Dachreiter mit offener Konstruktion und kleiner Haube hängen Glocken, die im Zuge der Renovierung 1977 beschafft wurden.


Eingangstüre

Diese Renovierung 1977 wurde von den Familien Stich und Wackerl in mehr als 2500 (!) Arbeitsstunden durchgeführt. Am 4. September konnte die Kapelle von Dekan Gradl wieder gesegnet werden.

Innenausstattung

Der halbrund schließende Chorraum ist stark eingezogen. Er ist als Lourdes-Grotte gestaltet. Zentrale Figur ist eine Madonnenfigur nach Art des Gnadenbildes von Lourdes. Links vor ihr kniet das Seherkind Bernadette.
Vor den Bruchsteinen der Grotte steht ein mit Säulen gestalteter Marmoraltar.

Das von vier großen, in barocken Formen gestalteten Fenstern erhellte Kirchenschiff ist mit einer prächtigen Kassettendecke ausgestattet, die den Eindruck des Raumes maßgebend prägt.

An den Wänden hängen die beeindruckenden Kreuzwegbilder. Die Kreuzwegdarstellungen sind als Holzreliefs vor goldenem Hintergrund gestaltet und haben schöne Rahmen. Ein goldener Hintergrund steht in der Ikonographie für das Himmlische.

Die Kirchenbänke haben geschnitzte Wangen. Wenn sie sich weitere schön geschnitzte Kirchenbankwangen aus anderen Kirchen des Landkreises ansehen wollen, klicken Sie hier...

An der linken Seite der Kapelle hängt ein großes Kruzifix, links und rechts mit Kerzenleuchtern geschmückt.

KirchenbankMadonnaKreuzwegbilderKirchenbankKassettendecke
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Hans Schertl

Quellen:
Dachauer Neueste vom 5.9.1977
Klaus Kiermeier, Dachauer Land, Die Landschaft in den Jahreszeiten, 1982
Anton Mayr, Altoland, 1998
Wilhelm Liebhart, ALTOMÜNSTER KLOSTER, MARKT UND GEMEINDE, 1999
Erläuterungen am Tag der offenen Kirchen 2003
8 Bilder: Hans Schertl (7), Horst Lachmann (1)

Kirchen und Kapellen im Dachauer Land - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

12.3.2018