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Die Pfarrvikare der Bartholomäuskirche in Indersdorf
nach einem Beitrag von Tilman Mittelstraß, in der Zeitschrift
       ZUR ALTBAYERISCHEN KIRCHENGESCHICHTE, BAND 49, 2006
  35)

Für die Zeit des 14. bis 16. Jahrhunderts liegen nur einzelne, punktuelle Erwähnungen von Indersdorfer Pfarrvikaren vor. Man nannte sie in der Zeit von 1371-1512 "plebanus" u. "pharrer", 1524 "Pfarr-Provisor", 1560 "Pfarrer", 1611 u. 1628 "parochus", sonst seit 1618 ganz überwiegend "vicarius", 1681/ 85 auch "provisor". Ich verwende hier durchgehend den Begriff "Pfarrvikar".

ab /um
 Name des Pfarrvikars Cooperators
Lebensdaten        (*=Geburt, + =Tod)
1371
dictus
Sweinheimer
Als Chorherr des Klosters Indersdorf erhielt er 1371 vom Generalvikar des Freisinger Bischofs den Auftrag, den neuen Indersdorfer Propst Ulrich Ursinger ins Amt einzuführen. Er war damals vermutlich Dekan oder wenigstens Cellerar (=wirtschaftlicher Verwalter) des Klosters.
1393
Heinrich
Heinrich, genannt von lngolstadt, war 1393 als Chorherr des Klosters Indersdorf und Pfarrer zu Indersdorf Zeuge eines Güterverkaufs ans Kloster Indersdorf.
1446
Bernhardus
Der 1446 genannte „Bernhardus plebanus in Understorff" ist wahrscheinlich identisch mit dem von 1446 bis 1451 (Juli) als Dekan des Klosters Indersdorf bezeugten Bernhard. Bei diesem wiederum kann es sich nicht um den bekannten Gelehrten Bernhard von Waging gehandelt haben, weil der 1446 Kloster Indersdorf verließ, um in Tegernsee einzutreten
1512
Vitus Sutor
(Schuster
* in Schongau, Sohn d. Johann Sutor; Mutter Anna geb. Ramwold. Chorherr des Klosters Indersdorf, 1512 zugleich Pfarrvikar in Glonn und Dekan des Klosters. Er wurde im genannten Jahr zusammen mit seinen Eltern in die Bruderschaft des Klosters Indersdorf aufgenommen.
1524
Mauritius Pfleghärl
Als Chorherr des Klosters Indersdorf betreute er 1524 die Pfarrseelsorge in der Klosterkirche und in ihren Filialen St. Bartholomäus im Hofmarksort Indersdorf, St. Emmeram in Glonn, St. Ottilia in Straßbach und St. Mauritius in Ottmarshart.
ab 1545,
vor 1560
Alto Kistler
Ist als Chorherr des Klosters Indersdorf schon 1544 beschrieben. 1545 wurde er unter dem neuen Propst Paulus Kretz zum Dekan (bis Ende 1547 nachgewiesen). Bei der Visitation des Klosters 1560 gab er an, er sei zwischenzeitlich zum Dekan und Indersdorfer Pfarrer gewählt, später aber wieder abgesetzt worden.
1560
Michael Hörmann
Chorherr des Klosters lndersdorf, 1560 Pfarrvikar in Indersdorf u. zugleich Cellerar (= wirtschaftlicher Verwalter) des Klosters. Neben ihm predigten in der Klosterkirche zwei weitere Chorherren für das Pfarrvolk; einer davon war Wolfgang Peischel, Küchenmeister ("culinarius") des Klosters.
1602-1611
Joannes Nusperger (Nucimontanus)
als Chorherr des Klosters Indersdorf (vor) 1602-1611 Pfarrvikar in Indersdorf;
München 18. oder 20.2.1611
1611/12 -1620
Elias Hacker
* um 1580; ca. 1599 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ab 1611/12 bis 1620 Pfarrvikar in Indersdorf, (davor? danach ?) zeitweise für die Ökonomie zuständig, Vorsteher („praeses"); 11.9.1625.
1620-1628
Augustinus Schaz
*ca.1573/77; 1620-1628 als Chorherr des Klosters Indersdorf.
1620-1628 Pfarrvikar in lndersdorf, Ende 1618 kurzzeitig Dekan, später Kastner ("granarius") des Klosters; 1637 (bzw. im Zeitraum 1634-1637).
In der Vikarsliste des 17./18.Jh. als eigenständiger Pfarrvikar aufgeführt, tatsächlich jedoch (zumindest bis 1628) nur als dessen Vertreter amtierend (er könnte jedoch als formaler Vorgesetzter der nach Augustinus Schaz tätigen Weltgeistlichen eingesetzt gewesen sein)
1625-1629 (-1631?)
Thomas Älbl
* in Indersdorf ca.1594/95, Sohn. d. Bauern Matthäus Älbl; 1616 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; um 1617 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
um 1624 Priesterweihe, 1625-1629 Seelsorger in Indersdorf (neben Augustinus Schaz),
1632 Flucht mit dem gesamten Konvent nach München,
1640-1647 Pfarrvikar in Langenpettenbach u. Glonn, erneute Flucht mit dem Konvent 1647/48 bzw. ging im Auftrag des Konvents nach Österreich und kam nicht zurück, sondern wurde dort Pfarrer: zunächst in „Rosstock" (nicht identifiziert), dann in Senftenberg (Wachau); Senftenberg (Österr.) 1670
1628-1630
Casparus Saur
Weltgeistlicher aus Freising; 1628/29 oder 1629/30 Pfarrvikar (oder eher Hilfspriester) in Indersdorf. In der Vikarsliste des 17./18. Jh. als eigenständiger Pfarrvikar aufgeführt, tatsächlich jedoch (zumindest bis 1629) nur als dessen Vertreter amtierend.
1630-1631
Johannes Oth
Weltgeistlicher; 1630-1631 Pfarrvikar in Indersdorf
1631-1632
Antonius Ritter
*ca.1585/86; um 1604 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca.1611 Priesterweihe, 1631-1632 Pfarrvikar in Indersdorf, 1632 Flucht mit dem gesamten Konvent nach München, später Benefiziat an St.Salvator in Erding; Erding 25.2.1640.
1633-1634
Michael
Rauschmayr
* um 1599/1600; ab 1623 als Chorherr des Klosters Indersdorf. Logikstudium an der Universität Ingolstadt, 1625 gedruckte philosophische Disputation, kurzzeitig Dekan (1632), zuletzt Subdekan des Klosters; 1632 Flucht mit dem gesamten Konvent nach München, 1633 Rückkehr nach Indersdorf als Pfarrvikar, Wiedererrichtung einer geregelten Seelsorge;
1634 (er hatte sich in Ausübung seines Pfarrdienstes an der damals grassierenden Pest angesteckt).
1634
Georgius Sedlmayr
Chorherr des Klosters Indersdorf (oder Weltgeistlicher ?); langjähriger Pfarrvikar von Pipinsried (1609 bezeugt), war am 1.5.1634 gerade erst zum Pfarrvikar von Indersdorf ernannt worden; Indersdorf 9.5.1634 ( (sehr wahrscheinlich starb er an der Pest wie sein Vorgänger).
1634
Melchior Frick
* in Neuburg a.d. Donau (mit gleichem Taufnamen, zunächst evangelisch, ab 1614 katholisch); 1622 Grammatikstudium an der Universität Ingolstadt; Chorherr des Klosters Indersdorf, 1633-1639 Seelsorger (Pfarrvikar?) in Langenpettenbach/ Glonn (z.T. neben Philippus Henricus); 1640 auf bischöfl. Befehl ins Kloster Weyarn versetzt;
Weyarn 30.12.1663.
1635-1637
Philippus Henricus (Hainrich)
*Einsiedl (am Walchensee/Obb. ?) ca. 1604/05; 1626 Eintritt ins Kloster lndersdorf, ab 1631 als Chorherr Logikstudium an der Universität Ingolstadt, um 1633 Priesterweihe, 1633-1635 Seelsorger in Langenpettenbach/ Glonn (neben Melchior Frick), 1635-1637 Pfarrvikar in Indersdorf, 1637-1640 wieder Seelsorger in Langenpettenbach/ Glonn (wieder neben Melchior Frick), Subdekan (1635), später (nach 1640) ca. 5 Jahre Dekan des Klosters, zwischenzeitlich auch für die Ökonomie zuständig und Novizenmeister, schließlich Pfarrer in Tuntenhausen . München 22.2.1647 im Exil. Begraben am 23.2.1647 in der Annenkapelle der Münchner Niederlassung des Klosters, die 1675 an den Kurfürsten bzw. an die Salesianerinnen abgetreten werden musste. Beim Neubau der Damenstiftskirche St. Anna 1733 wurden seine und die Gebeine zweier weiterer dort bestatteter Indersdorfer Konventualen gehoben und in die Krypta der neuen Kirche umgebettet.
1637-1662

Bonaventura Weinmiller

Um 1610 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1626-1629 Pfarrvikar in Arnzell,
1637-1662 in Indersdorf, davor und währenddessen mehrfach Subdekan (1632, 1643-1649) und Dekan (1634, 1649-1662) des Klosters; Indersdorf 5.10.1662.
  
Ambrosius Stiller, Vertreter von Weinmiller 1647
*ca. 1590/91; 1605 Eintritt ins Kloster Indersdorf, um 1615 Priesterweihe,
in der Schwedenzeit (d.h. ab 1632) zeitweiliges Exil,
1643-1645 Pfarrvikar in Arnzell, zuletzt Beichtvater. Indersdorf 16.6.1663
1662-1681
Fulgentius
Sartorius
* in Babenhausen/Schwaben ca. 1624/25; um 1646 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
ca. 1649 Priesterweihe, 1649 kurzzeitig Pfarrvikar in Pipinsried,
1662-1682 in Indersdorf, (zeitweise?) zusätzlich in Glonn (1680),
Subdekan des Klosters, Novizenmeister, Praeses der Rosenkranzbruderschaft;
Indersdorf 15.2.1681.
                Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Albinus Jobst" vor 1674-1678
*Beilngries ca. 1638/39 als Johann Georg Jobst; ab 1659 Studium an der Universität Ingolstadt, ca. 1663 Priesterweihe, zunächst Weltpriester; ca. 1668 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1671-1676 und 1679-1684 Pfarrvikar in Langenpettenbach. Indersdorf 28.5.1684.
Josephus Herlemann, 1675, 1677
* um 1641/42 in Schrobenhausen? Taufname Johann?; um 1667 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1670 Priesterweihe, 1673-1676 Pfarrvikar in Arnzell, 1676-1679 in Langenpettenbach, 1679-1687 in Pipinsried, zeitweise für die Ökonomie zuständig, 1687-1696 Dekan des Klosters, zuletzt Pfarrvikar in Glonn; Indersdorf 5.1.1696.
Benedictus Kaindl, 1675-1677, 1680
* in Ingolstadt; um 1663 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ab 1668 als Chorherr Studium an der Universität Dillingen, um 1671 Priesterweihe; Indersdorf 4.12.1683.
Ludovicus (Josephus) Gans / Ganz, 1679, 1680
* in Neumarkt (Opf) um 1643/44 als Joseph Gans; ca. 1670 Eintritt ins Kloster Indersdorf, um 1672 Priesterweihe, danach Novizenmeister u.Beichtvater; Indersdorf 31.3.1720.
Balthasarus Ostermayr, 1680
* in München 19.12.1645, Sohn. d. Georg Ostermayr verheir. mit Katharina 1666. Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München, danach weitere Studien noch vor Klostereintritt; als Chorherr im Kloster Indersdorf 1683 Pfarrvikar erst in Langenpettenbach, dann in Ainhofen, 1684-1685 in Arnzell, 1685-1694 wieder in Langenpettenbach, im Kloster Küchenmeister ("culinarius") u. für die Ökonomie zuständig; 1710
Gregorius Rummelsperger (s.u.), 1680
1681-1687
Aquilinus Sixtus
*1636; im Jahr 1653 Eintritt ins Kloster lndersdorf, 1660 Priesterweihe,
1662-1679 Pfarrvikar in Pipinsried, (davor?) in Arnzell,
1680-1683 in Glonn, 1681-1687 (anfangs gleichzeitig) in lndersdorf,
1679-1687 Dekan des Klosters, Praeses der Rosenkranzbruderschaft;
lndersdorf 23.8.1687
                Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
  Gregorius Rummelsperger (s.u.) 1681-1687
  Benedictus Kaindl (s.o.) 1681-1683
  Balthasarus Ostermayr (s.o.) 1681, 1686
  Dominicus Vent , 1683
*
in Weichs am 8.5.1654 als Wolfgang Vent, Sohn der Bauern Abraham und Maria Vent;
1673 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München,
ab 1674 unter seinem Taufnamen Philosophiestudium an der Universität Dillingen;
ca. 1677 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
ab 1679 als Chorherr Theologieu. Jurastudium an der Universität Ingolstadt,
ca. 1683 Priesterweihe, Lehrer in der Klosterschule bzw. Professor an der Ordensanstalt des Klosters Indersdorf, Pfarrvikar in Glonn (1683), in Arnzell u. Asbach, danach im Kloster zuständig für die Ökonomie u. Küchenmeister ("culinarius"),
1693-1704 Propst des Klosters; München 14.4.1704 (am Folgetag überführt und begraben in einer der seitlichen Propstgrüfte in der Indersdorfer Klosterkirche).
  Hieronymus Auer, 1685
*
in München 3.8.1658 als Georg Bernhard Auer, Sohn d. Wirts Georg Auer verheir. mit Christina; 1676 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München;
ca.1677 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
ab 1680 als Chorherr Studium an der Universität Dillingen,
ca. 1683 Priesterweihe, Pfarrvikar in Langenpettenbach (1683), Festprediger; 21.5.1727.
  Augustinus Liebhardus Michl / Michel, 1687
" München 25.3.1662 als Maximilian Michl, Sohn d. Seifensieders Ferdinand Michl, verheir.mit Anna Maria; 1681 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München, danach unter seinem Taufnamen Philosophiestudium in Ingolstadt(?) oder anderswo (s.u.); 1681 Eintritt ins Kloster Indersdorf, als Chorherr (ca. 1681/86) Theologie- u. Jurastudium an der Universität Ingolstadt(?), Dillingen(?) oder anderswo64, jeweils bis zur Promotion, 1686 Priesterweihe, danach Professor für Philosophie, Theologie u. Jura an der Ordensanstalt des Klosters Indersdorf u. in Kloster Rohr, 1698-1751 Pfarrvikar in Asbach, 1704 zum Propst des Klosters gewählt, jedoch vom Kurfürsten nicht bestätigt; 14.4.1751 (Epitaph im Kreuzgang des Klosters Indersdorf).
1687-1706 Gregorius Rummelsperger * in Altomünster 3.4.1653 als Johann Georg Rummelsperger, Sohn d. Johann Ulrich Rummelsperger verheir.mit Anna Maria; erste Schulzeit u. Philosophiestudium in Augsburg,
ab 1674 unter seinem Taufnamen Mathematik- u. Theologiestudium an der Universität Ingolstadt; ca. 1679 Eintritt ins Kloster lndersdorf,
ca. 1681 Priesterweihe, im Kloster zuerst für die Ökonomie zuständig,
1685-1716 Subdekan des Klosters, Novizenmeister,
1687-1706 zugleich Pfarrvikar in Indersdorf,
1710-1715 Pfarrvikar in Glonn,
1701-1716 Praeses der Rosenkranzbruderschaft; lndersdorf 7.3.1716.
                   Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                                     
  Augustinus Liebhardus Michl (s.o.) 1687-1692
  Joannes Strauss, 1688,1691-1705
"München 2.9.1660 (mit gleichem Taufnamen), Sohn d. Kuttelwäschers Johann Strauss verheir.mit Sibilla;
1679 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; als Chorherr des Klosters Indersdorf 1690-1698 Pfarrvikar in Arnzell,
1698-1711 in Langenpettenbach. lndersdorf 24.5.1711.
  Hieronymus Auer (s.o.) 1689- 1704
  Josephus Herlemann (s.o.) 1689,1690, 1692
  Herculanus Hebenstreit, 1689
*in Au bei Aibling 8.8.1655 als Johann Paul Hebenstreit, Sohn d. Bierwirts Leonhard Hebenstreit verheiratet mit Barbara; 1681 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; Chorherr des Klosters Indersdorf, am Schluss für die Ökonomie des Klosters zuständig. Indersdorf 3.6.1709
Balthasarus Ostermayr von 1689-1698 und 1702-1704
Antonius Greiner (s.u.), 1691-1695, 1705
Ambrosius Schuldes / Schultes - 1691, 1692, 1700-1704
*
in Ingolstadt ca. 1664/ 65 (Taufname Johann Ignaz?)69; ca. 1682 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1689 Priesterweihe, 1691-1697 Pfarrvikar in Asbach, 1704-1707 Pfarrvikar in Pipinsried; + Indersdorf 7.9.1707 (begraben ebd. am 8.9.1707).
Patritius Ulrich 1693, 1694, 1699-1705
*
in Nabburg 2.10.1664 als Johann Ulrich, Sohn d . Leinenwebers Johann Ulrich verheiratet mit Barbara; 1684 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca. 1686 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1690 Priesterweihe, 1696- 1699 Pfarrvikar in Pipinsried, 30 Jahre lang Chorregent u. Musiklehrer; 29.7.1727
Udalricus Hager - 1693-1698
*
in Altomünster 6.6.1664 als Johann Ulrich Hager, Sohn d. Bäckers Georg Hager, verheiratet mit Katharina; 1685 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München;
ca. 1686 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1692 Priesterweihe,
1713-1716 Vikar in Arnzell,
1715-1720 in Langenpettenbach, Kastner ("granarius") u. zuständig für die Ökonomie, Subdekan des Klosters; 13.10.1721
Norbertus Raith - 1698-1705
*
in München 20.5.1665 als Johann Georg Raith, Sohn d. Stallknechts Johann Raith verheiratet mit Anna; 1683 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1684 Eintritt ins Kloster lndersdorf, ab 1685 als Chorherr Theologiestudium an der Universität Ingolstadt, 1689 Priesterweihe, dann Küchenmeister ("culinarius") und für die Ökonomie zuständig, Festprediger; + Indersdorf 23.6.1715.

Corbinianus Lueckmair/Luegmayr,1699
*
Freising 19.4.1667 als Johann Georg Lueckmair, Sohn d. Fuhrmanns Georg Lueckmair verheiratet mit Jakoba;
1685 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München;
ca. 1686 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
ca. 1692 Priesterweihe. 28.11.1700
Josephus Heigl (s.u.) 1699-1704
Georg Riezinger,1700, 1703, 1704
*
in Indersdorf 19.4.1658 (mit gleichem Taufnamen), Sohn d. Adam Riezinger aus Seekirch bei Salzburg, Färber in Indersdorf, verheiratet mit Maria geb. Hueber; 1677 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München, ab 1677 Philosophiestudium an der Universität Dillingen; ca. 1680 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ab 1682 als Chorherr Theologie- u. Jurastudium an der Universität Ingolstadt, ca. 1682 Priesterweihe, danach zunächst Pfarrvikar in Arnzell, 1687-1696 in Pipinsried, 1696-1704 Dekan, 1704-1721 Propst des Klosters; in Scheyern 15.10.1721, begraben 16.10.1721 in der Indersdorfer Klosterkirche beim Nikolausaltar
Cajetanus Mauser,1700-1705
*
in Adelzhausen ca. 1650/ 51 als Anton Mauser; 1670 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München, ab 1672 unter seinem Taufnamen Logikstudium an der Universität Ingolstadt; als Chorherr des Klosters Indersdorf 1707-1711 Pfarrvikar in Ainhofen; Indersdorf 3.6.1711.

Ignatius Reischl, 1701
*in München 21.11.1670 als Johann Andreas Reischl, Sohn d. Metzgers Rupert Reischl verheiratet mit Sabina;1690 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1693 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Studium von Theologie u. Kirchenrecht (wohl an der Ordensanstalt des Klosters Indersdorf), 1696 Priesterweihe, Küchenmeister („culinarius"), dann 34 Jahre lang (aber nicht ganz bis zum Tode) Kastner („granarius") u. für die Ökonomie zuständig. Indersdorf 14.2.1738

Benedictus Beyerl / Peurl, 1702, 1703
*
ca.1689 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ab 1694 als Chorherr Theologiestudium an der Universität Dillingen, ca. 1697 Priesterweihe; München 1.5.1707 (begraben im Kloster Indersdorf).
Wilibaldus, 1704, Franziskaner
Riccardus, 1704, Franziskaner
Gelasius Vischer (s.u.), 1704
Fulgentius Hagerer, 1705
*
Landshut 20.1.1692 (getauft am 21.1.) als Sebastian Antonius Hagerer, Sohn d. Laurentius Hagerer, Organisten in St. Jodok, verheiratet mit Maria Elisabetha; 1709 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1716 Priesterweihe, 23 Jahre Chorleiter; 8.3.1732.
1706-1713
Antonius Greiner
* 1664 in Pförring bei Ingolstadt; erste Schulzeit in Ingolstadt;
1684 Eintritt ins Kloster lndersdorf, Philosophie- u. Theologiestudium an der Ordensanstalt des Klosters,
ca. 1689 Priesterweihe, danach zeitweise Professor in Kloster Beuerberg, dann Küchenmeister („culinarius") des Klosters Indersdorf,
1699-1704 Pfarrvikar in Pipinsried,
1704-1713 Dekan des Klosters, Praeses der Rosenkranzbruderschaft,
1706-1713 zugleich Pfarrvikar in Indersdorf,
1713-1721 nochmals in Pipinsried;
lndersdorf 25.9.1722
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Cajetanus Mauser (s.o.) 1706-1709
Norbertus Raith (s.o.) 1706-1713
Gregorius Rummelsperger (s.o.) 1706-1713
Balthasarus Ostermayr (s.o.) 1707, 1708
Joannes Strauss (s.o.) 1707-1710
Dominicus Haller 1708-1713
*in München 21.8.1681 (mit gleichem Taufnamen), Sohn d. Kornmessers Jakob Haller verheiratet mit Regina; 1699 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca. 1701 Eintritt ins Kloster lndersdorf, ca. 1708 Priesterweihe, 1715-1716 Pfarrvikar in Arnzell, 1716-1721 in Ainhofen, dann Küchenmeister („culinarius"'); 18.3.1727.
Gelasius Vischer (s.u.) 1709
Udalricus Hager (s.o.) 1710-1713
Ambrosius (Casparus) Schusmann 1711-1714 ,
* in Miesbach 7.2.1681 als Kaspar Schusmann, Sohn d. Wagners Georg Schusmann verheiratet mit Anna; 1700 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München, ab 1704 unter seinem Taufnamen Theologiestudium an der Universität Ingolstadt, ca . 1708 Priesterweihe, zunächst Weltpriester (Kooperator an verschiedenen Pfarreien); ca. 1712 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Festprediger, 1721-1734 Pfarrvikar in Pipinsried, dann Küchenmeister („culinarius"), dann Kastner („granarius") und für die Ökonomie zuständig; 10.1.1745
1713-1715
Josephus Heigl
* ca. 1671 (in Eichstätt ? Taufname Johann Anton?);
1693 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
1698 Priesterweihe,
1707-1713 Pfarrvikar in Pipinsried,
1713-1715 in Indersdorf, 1713-1725 Dekan des Klosters;
24.3.1731
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Ambrosius Schusmann (s.o.) 1713-1715
Hieronymus Auer (s.o.) 1713
Patritius Ulrich (s.o.) 1713-1715
Norbertus Raith (s.o.) 1713, 1714
Gregorius Rummelsperger (s.o.) 1714, 1715
Udalricus Hager (s.o.) 1714, 1715
Dominicus Haller (s.o.) 1714
Albinus Kern 1714
* in Haag 19.1.1681 als Johann Sebastian Kern, Sohn d. Chirurgen Sebastian Kern verheiratet mit Sabina; erster Schulbesuch u. Musikunterricht im Augustinerchorherrenstift Gars a. Inn, 1701 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca. 1702 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1709 Priesterweihe, Chorleiter, später Küchenmeister („culinarius") u. zuständig für die Ökonomie, 1716-1718 Pfarrvikar in Arnzell, 1722-1733 in Langen-pettenbach, 1729-1736 in Glonn, 1728-1742 außerdem Subdekan des Klosters; 12.8.1742
Gelasius Vischer (s.u.) 1715
1716-1722
Gelasius Vischer
* in München 14.8.1676 als Franz Ignaz Vischer, Sohn d. Feldwebels Paul Vischer verheiratet mit Maria; 1694 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München;
ca. 1695 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ab ca. 1696 als Indersdorfer Chorherr zunächst Philosophiestudium im Kloster Beuerberg,
ab 1700 Philosophie-, Theologie- u. Jurastudium an der Universität Ingolstadt,
ca . 1704 Priesterweihe, Philosophieprofessor an der Ordensanstalt des Klosters, Festprediger,
ab 1706 Pfarrvikar in Arnzell und Ainhofen,
1711- 1715 auch in Langenpettenbach,
1716-1722 in Indersdorf, Praeses der Rosenkranzbruderschaft;
  †
5.6.1725.
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Julius Wagner (s.u.) 1716-1722
Benno Murschhauser (s.u.) 1721, 1723
Joseph Heigl (s.o.) 1721
1722-1725
Julius Augustinus Wagner
* in Ingolstadt 1.10.1691 als Augustin Amadeus Wagner; erster Schulbesuch in Ingolstadt, danach unter seinem Taufnamen
ab 1707 Philosophiestudium an der Universität Ingolstadt;
1712 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
1716 Priesterweihe,
Professor an der Ordensanstalt des Klosters, Küchenmeister („culinarius"),
zeitweise Praeses der Rosenkranzbruderschaft,
1722-1725 Pfarrvikar in lndersdorf, danach in Ainhofen (1727),
1736-1757 in Glonn, 1757-1763 in Pipinsried;
lndersdorf 24.10.1763.
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Gelasius Vischer (s.u.) 1722
Antonius Bonzano 1722
Mönch („professus") in Kloster Rohr.
Laurentius Jell 1723
* in Rothschwaige bei Dachau („Wegkirchen") 8.5.1695 als Johann Baptist Jell, Sohn d. Dörflers („villicus") Markus Jell verheiratet mit Anna; 1714 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1716 Eintritt ins Kloster lndersdorf, 1720 Priesterweihe, 1722-1726 Pfarrvikar in Ainhofen, 1749-1758 in Langenpettenbach; † Indersdorf 24.1.1769
lnnocentius Weiss (s.u.) 1723
Benno Murschhauser (s. u.) 1723
Cajetanus Kefferlocher / Keferloher, 1723, 1725
*in München 11.1.1694 als Joseph Paul Keferloher, Sohn d. Bäckers Georg Keferloher verheiratet mit Katharina; 1713 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1719 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1723 Priesterweihe, Custos des Kirchenornats u. Chorleiter;
Indersdorf 17.12.1763.
Georgius Penzl, 1723
* in Puch bei Fürstenfeldbruck 15.2.1697 als Christoph Penz!, Sohn d. Bauern Jakob Penz! verheiratet mit Ursula; 1714 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München, danach Philosophiestudium in Augsburg; 1721 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1723 Priesterweihe, Philosophieprofessor an der Ordensanstalt des Klosters, 1727-1732 Pfarrvikar in Arnzell, dann Küchenmeister („culinarius") und für die Ökonomie zuständig, zuletzt Klosterbibliothekar u. Verfasser einer Klosterchronik; Indersdorf 27.3.1748.
Stephanus Prug(g)beck / Prugböck,1724
* in Indersdorf 22.8.1694 (gleicher Taufname), Sohn d. Lederers Andreas Pruggbeck verheiratet mit Apollonia; 1714 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1716 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Philosophie- u. Theologiestudium an der Ordensanstalt des Klosters, 1720 Priesterweihe, 1722-1727 Pfarrvikar in Arnzell, danach Chorleiter; Indersdorf 17.5.1750
Joannes Baptista Deros, 1724
*in Wellenburg/Schwaben 24.1.1698; Ausbildung in Augsburg; 1719 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1723 Priesterweihe, Kirchenschatzmeister, Sakristan, Küchenmeister („culinarius") und zuständig für die Ökonomie; München 5.4. 1749, wo er zur medizinischen Behandlung weilte (begraben im Kloster Indersdorf).
1725-1728
Innocentius Weiß
* in Burghausen 13.2.1693 als Joseph Georg Weiß, Sohn d. Zinngießers Franz Weiß verheiratet mit Maria Klara; erzogen in Altötting,
Chorknabe u. Schüler im Augustinerchorherrenstift Gars a.Inn,
1710 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums München;
1712 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Studium an der Ordensanstalt des Klosters sowie an den Universitäten Ingolstadt(?) u. Dillingen,
1718 Priesterweihe, 1718-1720 Pfarrvikar in Arnzell,
1720-1721 in Langenpettenbach,
ab 1721 in Glonn, 1725-1728 in Indersdorf,
1721-1726 Subdekan, 1726-1728 Dekan des Klosters, Praeses der Rosenkranzbruderschaft, 1728-1748 Propst des Klosters; Indersdorf 14.10.1748.
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Benno Murschhauser (s.u.) 1725
Stephanus Prugbeck (s.o.) 1727, 1728
Benno Murschhauser, 1728-1733
*in München 14.9.1697 als Ignaz Benno Murschhauser, Sohn d. Komponisten Franz Xaver Anton Murschhauser, Chorregenten bei Unser Lieben Frau und Komponist, verheiratet mit Maria; 1713 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums München; 1716 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1720 Priesterweihe, Festprediger, 1728- 1733 Pfarrvikar in Indersdorf, 1740-1758 Dekan des Klosters, Praeses der Rosenkranzbruderschaft, Novizenmeister, 1758-1769 Pfarrvikar in Langenpettenbach; Indersdorf 26.9.1771.
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Corbinianus Zenger, 1729
* Isen 4.5.1703 als Korbinian Mathias Zenger (mit Zwillingsbruder Joseph Anton), Sohn d. Schullehrers („archigrammaticus") Mathias Zenger verheiratet mit Maria Katharina geb. Kipffinger; Besuch des bischöfl. Lyzeums in Freising (Philosophie), ab 1722 unter seinem Taufnamen Theologiestudium an der Universität Ingolstadt; ca. 1725 Eintritt ins Kloster Indersdorf, weitere Studien an der Ordensanstalt des Klosters, ca. 1729 Priesterweihe, 1736-1738 Pfarrvikar in Langenpettenbach, 1741-1742 in Pipinsried ; Pipinsried 30.4.1742 (er hatte sich beim Krankenbesuch angesteckt; begraben in lndersdorf).
Laurentius Jell (s.o.) 1731, 1732
Julius Wagner, (s.o.) 1732
Albinus Kern (s.o.) 1732
Franciscus Rizl, 1733
*in Aichach ca. 1707/ 08; Besuch d. bischöfl. Lyzeums in Augsburg; ca. 1726 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Philosophiestudium an der Ordensanstalt des Klosters, ab 1729 als Chorherr Theologiestudium an der Universität Ingolstadt, ca. 1732 Priesterweihe, danach Philosophieu. Theologieprofessor an der Ordensanstalt des Klosters, 1738-1741 Pfarrvikar in Langenpettenbach; Langenpettenbach 8.7.1741 (begraben in Indersdorf).
1733-1751
Herculanus Feldner
* in Friedberg 4.10.1698 als Franziskus Feldner, Sohn d. Schusters Michael Feldner verheiratet mit Apollonia ; erste Ausbildung in Augsburg;
1719 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
ab 1722 als Chorherr Theologiestudium an der Universität Ingolstadt,
1724 Priesterweihe, danach Theologieprofessor an der Ordensanstalt des Klosters,
1728-1740 Dekan, Praeses der Rosenkranzbruderschaft,
1740-1760 Subdekan des Klosters, 1733-1751 Pfarrvikar in Indersdorf,
1752-1754 in Asbach, 1757-1760 in Glonn Indersdorf 6.9.1760
                Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Benno Murschhauser (s.o.) 1733, 1736-1741, 1747-1750
Albinus Kern (s.o.) 1734, 1737-1741
Franciscus Rizl (s.o.) 1736
Martinus Luegmair / Luegmayr, 1736, 1738
*in Gessertshausen 8.11.1705 (gleicher Taufname), Sohn eines Bauern; 1724 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1725 Eintritt ins Kloster Indersdorf, zunächst Philosophie- u. Theologiestudium an der Ordensanstalt des Klosters, ab 1729 als Chorherr Theologiestudium an der Universität Ingolstadt, 1732 Priesterweihe, Professor für Philosophie u. Theologie an der Ordensanstalt des Klosters, 1742- 1748 Pfarrvikar in Langenpettenbach, danach wieder Professor für Theologie u. Kirchenrecht an der Ordensanstalt des Klosters; Indersdorf 27.4.1762.
Gelasius Morhart, 1736, 1738
*inAugsburg 3.3.1710 als Johann Melchior Morhart, Sohn d. Melchior Morhart verheiratet mit Regina; erster Schulbesuch vermutlich in Augsburg; 1729 Eintritt ins Kloster lndersdorf, ab 1731 als Chorherr Philosophie-, Mathematik-, Theologie- u. Kirchenrechtsstudium an der Universität Ingolstadt, 1734 Sprachenstudium an der Universität Innsbruck, 1734 Priesterweihe, Professor an der Ordensanstalt des Klosters, Novizenmeister, Festprediger, 1748-1768 (resign.) Propst des Klosters; lndersdorf 16.8.1771.
Patritius Schidl 1736, 1737, 1751
* in Freising als Joseph Franz Anton Schidl, Sohn d. Weinwirts Michael lgnaz Schidl verheiratet mit Anastasia geb. Gaigl; 1729 Eintritt ins Kloster lndersdorf, 1735 Priesterweihe, Pfarrvikar in Langenpettenbach, Ainhofen u. Arnzell, 1760-1771 in Glonn, 1752-1760 und nochmals 1773/74 in Straßbach u. Ottmarshart; 17.4.1774.
Julius Wagner (s.o.) 1739, 1740
Petrus Forerius Jall (s.u.) 1740-1751
1751 als Pfarrvikar von Straßbach u. Ottmarshart.
Augustinus Liebhardus Michl (s.o.) 1744
Laurentius Jell (s.o.) 1747
Felix Dirschedl (s.u.) 1749-1750
als Pfarrvikar von Straßbach u. Ottmarshart.
1752-1754
Petrus Forerius Jall
* auf Burg Schernegg 4.8.1712; erster Schulbesuch, dann Philosophiestudium in Augsburg (bis zur Promotion); ca. 1729 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
ab 1731 als Chorherr Theologieund Kirchenrechtsstudium an der Universität Ingolstadt,
1737 Priesterweihe, Festprediger, 1750-1751 Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart,
1752-1754 in Indersdorf; Indersdorf 19.9.1754.
                    Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Patritius Schidl (s.o.) 1752-1754
als Pfarrvikar von Straßbach u. Ottmarshart.
Dominicus Lauffhueber (s.u.) 1753
Ferdinandus Hözer, 1754
* in Pfaffenhofen 3.12.1718 als Franz Xaver Hözer, Sohn d. Pflegskommissärs Joseph Hözer verheiratet mit Maria Anna geb. Noder; 1737 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca. 1739 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Philosophie- u. Theologiestudium an der Ordensanstalt des Klosters, ca. 1743 Priesterweihe, Pfarrvikar in Langenpettenbach, dann in Asbach, dann Festprediger; Indersdorf 6.1.1756.
1754-1759
Felix Dirschedl
* in München 14.12.1699 als Johann Thomas Dirschedl, Sohn d. Schneiders Andreas Dirschedl verheiratet mit Anna; 1716 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München,
ab 1716 unter seinem Taufnamen Philosophie- u. Theologiestudium an der Universität Ingolstadt; 1723 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
1726 Priesterweihe, Theologieprofessor an der Ordensanstalt des Klosters, Festprediger, 1749-1750 erster Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart, danach Küchenmeister ("culinarius"),
1754-1759 Pfarrvikar in Indersdorf, Praeses der Rosenkranzbruderschaft,;
Indersdorf 13.4.1773.
Während seiner Amtszeit ist als Vertreter nachgewiesen:                                            
Patritius Schidl (s.o.) 1754-1759
als Pfarrvikar von Straßbach u. Ottmarshart.
Dominicus Lauffhueber (s.u.) 1757
Benno Murschhauser (s.o.) 1757
Sebastianus Kazmayr (s.u.) 1758-1759
1759-1772
Sebastianus Kazmayr
* in Grafing 1.1.1730 als Marcellus Kazmayr, Sohn d. Bäckers und Ratsherrn Adam Kazmayr verheiratet mit Maria geb. Zunhammer;
erster Schulbesuch und weitere Ausbildung überwiegend in Landshut;
ca. 1751 Eintritt ins Kloster lndersdorf, ca . 1757 Priesterweihe, Festprediger,
1759-1772 Pfarrvikar in lndersdorf; Indersdorf 23.2.1772 (er hatte sich in Ausübung seines Pfarrdienstes an dem damals grassierenden „fauligen Fieber" [= Typhus? Fleckfieber?] angesteckt).
Während seiner Amtszeit ist als Vertreter nachgewiesen:                                            
Florianus Mär(c)kl, 1759-1763
als Pfarrvikar von Straßbach u. Ottmarshart bzw. dessen Vertreter;
*
in Etting bei Ingolstadt ca. 1722/23; erster Schulbesuch in Ingolstadt;
ca. 1744 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Studium am Ordensinstitut des Klosters,
ca. 1749 Priesterweihe, 1760-1762 Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart, Chorleiter;
Indersdorf 13.Ll765.
Patritius Schidl, 113 (s.o.) 1759, 1761, 1766
z.T.als Pfarrvikar von Straßbach u. Ottmarshart.
Augustinus Torporch (s.u.) 1759-1761
Hieronymus Pärtl / Bärtl, 1760
* in München 9.12.1728 als Johann Baptist Pärtl, Sohn d. Stadtwaagmeisters Eustachius Pärtl verheiratet mit Therese ; 1748 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca. 1750/ 51 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Philosophie- u. Theologiestudium an der Ordensanstalt des Klosters, ca. 1758 Priesterweihe, Küchenmeister („culinarius"), Sakristan, Pfarrvikar in Arnzell; Indersdorf 13 .7.1771.
Joannes Baptista Schuester / Sutor, 1760
* in Glonn 23.1.1735 als Martin Schuester, Sohn d. Schusters Georg Schuester verheiratet mit Maria geb. Schäffler; 1756 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München(?) ; 1753 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1757-1759 als Chorherr Studium von Theologie und Kirchenrecht an der Universität Ingolstadt, 1759 Priesterweihe, danach zunächst Professor an der Ordensanstalt des Klosters, 1768-1771 Dekan des Klosters, 1771-1779 Pfarrvikar in Langenpettenbach, Arnzell u. Ainhofen, 1779/80 in Pipinsried, 1780-1783 der letzte Propst des Klosters; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts 1784-1798 wiederum Pfarrvikar in Langenpettenbach mit Arnzell und Ainhofen; Indersdorf 24.11.1806 (Epitaph in der Klosterkirche, Grabstein noch 1905 im Klosterfriedhof).
Dominicus Lauffhueber, (s.u.) 1762-1767
als Pfarrvikar von Straßbach u. Ottmarshart.
Gelasius Mindl, 1762, 1765-1770
* in Ingolstadt 2.2.1739 als Ferdinand Mindl (oder Ferdinand Xaver Mindl ?)118; ca. 1758 Eintritt ins Kloster Indersdorf, Philosophie-, Theologie- u. Jurastudium an der Ordensanstalt des Klosters, ca. 1762 Priesterweihe, Festprediger, 1768/69 Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart, zugleich Novizenmeister, dann Pfarrvikar in Glonn, 1770-1781 Kastner („granan.u ") s ; Indersdorf 29.10.1781.
lnnocentius Trittenpreis, 1762
* in Ebersbach (bei Weichs) 30.8.1725 als Martin Trittenpreis, Sohn d. Bauern (später auch Holzhandwerkers) Georg Trittenpreis verheiratet mit Apollonia geb. Wallner aus „Ehrlholzhausen"; erster Schulbesuch im Kloster Indersdorf, 1746 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca. 1749 Eintritt ins Kloster lndersdorf, weitere Studien an der Ordensanstalt des Klosters, ca. 1754 Priesterweihe, Festprediger, Pfarrvikar in Langenpettenbach, Küchenmeister ("culinarius"), Kastner ("granarius") u. für die Ökonomie zuständig, 1771/72 Pfarrvikar in Glonn, 1772-1774 Dekan des Klosters, bis zuletzt Praeses der Rosenkranzbruderschaft; 20.7.1776.
Udalricus Wagner (s.u.) 1765, 1772
Petrus Forerius Herzog, 1769
*Indersdorf 18.9.1742 als Julius Herzog, Sohn d. Webers Georg Herzog verheiratet mit Maria geb. Prantl aus Langenpettenbach; Schulbesuch in Burghausen, Landshut u. Neuburg a.d. Donau, 1760 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca. 1761 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1766 Priesterweihe, Philosophie- u. Theologiestudium an der Ordensanstalt des Klosters, danach Repetitor u. Moderator an der Klosterschule in Indersdorf; Indersdorf 15.4.1771.
Joannes Nepornucenus Roser, 1770
* Gangkofen 18.10.1742 als Johann Josef, unehel. Sohn d. Johann Maximilian Roser u.d. Katharina Ainschwanger; 1760 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München (als Franz Roser, Sohn d. Malers u. Wirts Joseph Matthias Roser verheiratet mit Elisabeth) ; 1761 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1766 Priesterweihe; bei der Klosteraufhebung Kellermeister; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 zunächst Priesterhausadministrator ("oeconomus"), später kurfürstl. Geistlicher Rat in München; München 11.12.1797 (begraben ebd. 14.12.1797).
Corbinianus Let(h)ner / Lettner, 1771
* Dachau 28.9.1738 als Johann Michael Lettner, Sohn d. Maurers Johann Lettner verheiratet mit Maria; 1760 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca . 1761 Eintritt ins Kloster lndersdorf, ca. 1765 Priesterweihe, Festprediger, Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart, 1768-1771 in Ainhofen, Küchenmeister ("culinarius")
; 24.1.1774.
Florianus Stain / Stein, 1771-1772
* in Donauwörth 26.1.1747 als Georg Sebastian Stein, Sohn d. Schlossers Johann Georg Stein verheiratet mit Ursula; erster Schulbesuch in Donauwörth, 1764 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; ca . 1766 Eintritt ins Kloster lndersdorf, Philosophie-, Mathematik- u. Theologiestudium an der Ordensanstalt des Klosters, ca. 1771 Priesterweihe, Pfarrvikar in Arnzell, 1774 in Straßbach u. Ottmarshart, danach einige Jahre zuständig für die Hausgärten, für die Sakristei, bald auch für das Refektorium. Indersdorf 21.3.1776.
Julius Höchtl, 1771
*in Jetzendorf 16.7.1747 als lgnatius Höchtl, Sohn d. Baders Johann Michael Höchtl verheiratet mit Theresia geb. Prenauer; erster Schulbesuch in Freising; ca. 1766 Eintritt ins Kloster lndersdorf, Studium an der Ordensanstalt des Klosters, ca. 1771 Priesterweihe; lndersdorf 15.6.1772 (an der gleichen Seuche wie Sebastian Kazmayr u. Augustin Torburch).
1772
Augustinus Torburch / Torborch / Torporch
*München 30.5.1734 als Joseph Torburch, Sohn d. Uhrmachers Gottfried Torburch verheiratet mit Ursula; 1750 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München;
ca. 1751 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
ab 1752 als Chorherr Studium der Naturwissenschaften an der Universität Ingolstadt, danach Theologie- u. Jurastudium an der Ordensanstalt des Klosters,
1758 Priesterweihe, Festprediger, dann Philosophie- u. Mathematikprofessor an der Ordensanstalt, Klosterbibliothekar,
1769 Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften,
1772 fur 38 Tage Pfarrvikar in Indersdorf; Indersdorf 3.4.1772 (er hatte sich in Ausübung seines Pfarrdienstes an der gleichen Seuche angesteckt wie sein Vorgänger).
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                             
Udalricus Wagner (s.u.) 1772
1772- 1773
Udalricus Wagner
* in Pöttmes 29.9.1740 als Johann Michael Wagner, Sohn d. Glasers Josef Pankratius Wagner verheiratet mit Katharina; 1760 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums München;
1761 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1765 Priesterweihe ,
1772 Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart,
1772-1773 in Indersdorf, Küchenmeister („culinarius"),
ab 1780 bis zur Aufhebung des Chorherrenstifts
1783 Dekan des Klosters u. Praeses der Rosenkranzbruderschaft (letzteres bis zu seinem Tod); erhielt nach der Aufhebung des Chorherrenstifts den Titel kurfürstl. Geistlicher Rat und war zunächst Direktor des Priesterhauses in Indersdorf,
ab 1784 Regens bzw. Vicarius (Koordinator der vom Kloster herrührenden seelsorgerlichen Pflichten), 1784 Pfarrvikar in Glonn;
Indersdorf 12.1.1798 (begraben 15.1.1798 „im Kloster", d.h. wohl im Klosterfriedhof).
               Während seiner Amtszeit ist als Vertreter nachgewiesen:
Innocentius Trittenpreis (s.o.) 1773
1773-1780
Dominicus Lauf(f)hueber
* in Rosenheim 10.1.1723 als Johann Wolfgang Georg Laufhueber, Sohn d. Lehrers u. Chorregenten Georg Laufhueber verheiratet mit Maria Katharina geb. Clo;
1742 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München;
1743 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1749 Priesterweihe,
1762-1768 Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart, 1774-1779 Dekan des Klosters,
1773-780 Pfarrvikar in Indersdorf, 1780-1793 in Pipinsried;
nach der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 noch bis 1793 Pfarrvikar in Pipinsried,
anschließend bis zu seinem Tod Benefiziat in Schrobenhausen;
Schrobenhausen 20.6.1803.
               Während seiner Amtszeit ist als Vertreter nachgewiesen:                                                       
Ambrosius Mindl, 1774
* in Eichstätt 14.3.1748 als Johann Joseph Tobias Mindl, Sohn d. Tuchmachers Johann Joseph Mindl verheiratet mit Katharina; 1768-1772 als Geistlicher unter seinem Taufnamen Physik-, Theologieu. Jurastudium an der Universität Ingolstadt, Priesterweihe 1772, zunächst Weltpriester; 1773 Eintritt ins Kloster, zur Zeit der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 Bibliothekar, Professor an der Ordensanstalt des Klosters u. Kustos des Physikalischen Kabinetts; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts nach Altötting versetzt, ab 1794 bis zu seinem Tod Pfarrer in Abensberg; Abensberg 4.9.1799 (Grabstein außen an der dortigen Pfarrkirche).
Hieronymus Schlaich/ Schleich, 1775
* in Schongau 27.4.1749 als Franz Xaver Schlaich, Sohn d. Großhändlers Sebastian Schlaich verheiratet mit Maria; 1773 Eintritt ins Kloster lndersdorf, 1775 Priesterweihe, 1781-1783 Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart, zur Zeit der Aufhebung des Chorherrenstifts, außerdem Sakristan u. zuständig für die Kleidung („vestiarius"); nach der Aufhebung des Chorherrenstifts nach Altötting versetzt, ab 1799 bis zu seinem Tod Benefiziat in Marching; Marching 13.5.1814 (beerdigt ebd. 16.5.1814).
Gelasius Mindl, (s.o.) 1775
Augustinus Seidl, (s.u.) 1776- 1779
Leonardus Plab, / Plaw 1776
* in Traunstein (Opf.) 8.9.1728 als Johann Nepomuk Georg Adam Plaw, Sohn d. Schlossprobsts Georg Matthias Plaw verheiratet mit Maria Rosa; 1749 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1753 Priesterweihe, 1769-1771 Pfarrvikar in Langenpettenbach, 1772-1779 in Glonn; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts, 1786-1792 Pfarrer in Asbach, zuletzt Benefiziat in Weichs; Weichs 9.1.1800 (Grabstein in der dortigen Pfarrkirche).
Udalricus Wagner (s.o.) 1776
Benno (von) Sau(e)r, 1776
* in München 12.1.1752 als Franciscus de Paula Georg Konrad Sauer, Sohn d. Kaufmanns u. Ratsherrn Georg Konrad Sauer verheiratet mit Maria Anna geb. Redlinger; 1768 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1772 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1774 Priesterweihe, 1779-1783 Pfarrvikar in Glonn, zur Zeit der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 außerdem Kustos des Speisesaals im Kloster; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts nach Altötting versetzt, später Hofkaplan in München (Benefiziat in der kgl.-wartenbergischen Kapelle zu St. Sebastian) und offenbar in den Adelsstand erhoben;
München 22.5.1806 (begraben ebda am 24.5.1806).
Aquilinus Holzinger, 1777
* in München 23.9.1751 als Laurentius Maximilian Holzinger, Sohn d. kurfürstl. Hoftrompeters Laurentius Holzinger verheiratet mit Elisabeth; 1770 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1772 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1774 Priesterweihe, 1781/82-1791 lehrte er (zunächst als Indersdorfer Chorherr) Moraltheologie am Münchner Lyzeum, zur Zeit der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 Klosterbibliothekar; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts nach Altötting versetzt (ab 1784), (ab) 1789 Logik-, Physik- u. Theologiestudium an der Universität Ingolstadt, ab 1791 Pfarrer in Wörth bei Erding, 1796 Mitglied der Bayer. Akademie d. Wissenschaften; Wörth 3.9.1804 (als resignierter Pfarrer).
Julius Oberdorfer (s.u.) 1777
Josephus Widmann, 1778
* in Weichs 1.3.1750 (gleicher Taufname), Sohn des Schmieds Georg Widmann verheiratet mit Anna; 1768 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1772 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1773 Priesterweihe, 1776-1780 Pfarrvikar in Straßbach und Ottmarshart, zugleich Novizenmeister, dann Küchenmeister ("culinarius"); nach der Aufhebung des Chorherrenstifts ab 1794 Beichtvater der Salesianerinnen im Kloster Indersdorf135; München 26.9.1800, wo er zur Rekonvaleszenz weilte (begraben vermutlich in Indersdorf).
1780-1786
Augustinus Seidl
* in Kühbach 7.7.1742 als Anton Sebastian Franz Seidl, Sohn d. Richters Franz Seidl verheiratet mit Maria Rosina; 1759 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München,
1765 Priesterweihe, zunächst Weltpriester; 1773 Eintritt ins Kloster Indersdorf,
1780-1786 Pfarrvikar in Indersdorf;
nach der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 noch bis 1786 Pfarrvikar in Indersdorf,
1784 zusätzlich in Glonn; später (ab oder nach 1786) bis zu seinem Tod Benefiziat in Haslach; Haslach 23.2.1814.
               Während seiner Amtszeit sind folgende Vertreter nachgewiesen:                                           
Benno Sauer (s.o.) 1780, 1781
Udalricus Wagner (s.o.) 1780, 1783
Maximilianus Gerbl (s.u.) 1783, 1785-1786
als Kuratpriester in Indersdorf
1786-1798
Julius Oberdorf(f)er
/ Oberndorf(f)
* in Schongau 18.2.1748 als Simeon Eucherius Oberdorffer, Sohn d. Gerichtsprokurators/ Gerichtsverwalters Johann Christoph Oberdorffer verheiratet mit Kunigunde;
1768 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1773 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1774/75 Priesterweihe, 1781 als Chorherr promoviert zum Dr. phil. an der Universität Ingolstadt, danach lehrte er als Indersdorfer Chorherr drei Jahre lang Grammatik am Ingolstädter Lyzeum; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts zwischenzeitlich nach Altötting versetzt (ab 1784),
1786-1798 Pfarrvikar in lndersdorf (ab Ende 1791 bis Ende 1795 dem parallel amtierenden Maximilianus Gerbl beigeordnet),
1796/97 auch Pfarrvikar in Glonn; Indersdorf 21.8.1811 (begraben am 23 .8. im Friedhof beim Kloster, Grabstein an der Außenwand der Annakapelle).
1791-1796
Maximilianus Gerbl
Parallel zu Oberdorfer amtierend
* in Tandern 3.8.1757 als lgnaz Gerbl, Sohn d. Jägers Jakob Gerbl verheiratet mit Theresia; 1777 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1779 Eintritt ins Kloster Indersdorf, ca. 1781 Priesterweihe; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts
1785-1797 Pfarrvikar in Straßbach und Ottmarshart (z.T. parallel zu seinem Indersdorfer Pfarrdienst), Ende 1791 bis März 1796 Pfarrvikar in Indersdorf (bis etwa Ende 1795 formal dem viel häufiger amtierenden Julius Oberndorf übergeordnet),
zuletzt 1798-1799 Pfarrvikar in Glonn; Indersdorf 12.11.1799.
Josephus Widmann, (s.o.) 1786-1793
als Kuratpriester in Indersdorf.
Udalricus Wagner (s.o.) 1786, 1788
Corbinianus Wernle, / Wörnle 1787, 1789
* in Mittenwald 11.3.1754 als Franz Joseph Wörnle, Sohn d. Großkaufmanns Franz Wörnle verheiratet mit Elisabeth geb. Kriener; 1775 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1779 Priesterweihe; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts ab oder nach 1789 bis zu seinem Tod Dechant und Stadtpfarrvikar in Freising;
Freising 18.11.1800 (begraben 20.11.1800 ebd. auf dem Friedhof bei St. Georg).
Martinus Kiening, 1791, 1793, 1797
* in Großinzemoos 14.3.1763 als Joseph Kiening, Sohn d. Bauern u. Maiers Nikolaus Kiening verheiratet mit Katharina geb. Angermayr; 1779 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1782 Eintritt ins Kloster Indersdorf; zur Zeit der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783/84 als Chorherr Theologiestudium in Ingolstadt, 1786 Priesterweihe, (ab) 1787 Jurastudium an der Universität Ingolstadt; 1801-1802 Subvikar/Kooperator in Glonn; 1802 bis zu seinem Tod Schlosskaplan in Odelzhausen;
Odelzhausen 11.2.1807 (sein Grabstein in der dortigen Pfarrkirche).
Stephanus Obermayr, 1792
* in Geiselhöring 3.3.1760 alsJoseph Obermayr, Sohn d. WeißgerbersJoseph Obermayr verheiratet mit Maria Anna geb. Wenninger; 1780 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1782 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1783/84 als ehern. Chorherr Theologiestudium an der Universität Ingolstadt; zur Zeit der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 Student in Ingolstadt, Priesterweihe wohl erst danach, ab oder nach 1802 bis zu seinem Tod Frühmesser und Schulinspektor in Geiselhöring; Geiselhöring 4.8.1811.
Josephus Friedinger, 1797
* in Reislingen bei Braunschweig; (ab) 1787 Theologiestudium an der Universität Ingolstadt, Weltgeistlicher, Benefiziat bei den Salesianerinnen im Kloster Indersdorf.
Franciscus Josephus Hink, 1798
Weltgeistlicher, Pfarrer von Burnhaupten/ Oberelsass; 1798-1799 Pfarrvikar in Straßbach u. Ottmarshart, 1800-1801 in Glonn
1798-1806
Ludovicus / Ludwig Müller
* in Weicht/Schwaben 26.9.1759 als Vitus Maria Müller, Sohn d. Bauern Joseph Anton Müller verheiratet mit Maria; 1778 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München;
1779 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1782 Priesterweihe; nach der Aufhebung des Chorherrenstifts 1796-1798 Pfarrvikar in Glonn, 1798-1806 in lndersdorf;
lndersdorf 13.3.1837 als letzter der lndersdorfer Chorherren, begraben am 16.3.1837 im Friedhof beim Kloster (Grabstein an der Außenwand der Annakapelle).
Julius Oberndorf (s.o.) 1799, 1801, 1805
Maximilianus Gerbl (s.o.) 1799
Josephus Friedinger (s.o.) 1800
Martinus Kiening (s.o.) 1800, 1801
1801 als Subvikar in Glonn
Franciscus de Paula Zinker, 1801-1802
Weltgeistlicher, Provisor in Indersdorf, 1802 auch in Glonn
Stephanus Obermayr (s.o.) 1802
Joannes Carl Peter, 1802
Weltgeistlicher, Provisor in Indersdorf, 1801-1802 auch in Glonn1
lgnatius / lgnaz Widmann, 1803-1806
als Kooperator bzw. Kooperator in Glonn. "Raisting 2.6.1752 als Johannes Widmann, Sohn d. Schneiders Pankraz Widmann verheiratet mit Maria; 1773 Absolvent des Wilhelmsgymnasiums in München; 1775 Eintritt ins Kloster Indersdorf, 1779 Priesterweihe, zur Zeit der Aufhebung des Chorherrenstifts 1783 Pfarrvikar in Langenpettenbach (mit Arnzell und Ainhofen); 1784-1798 Hilfsgeistlicher in Langenpettenbach, 1798-1802 wiederum Pfarrvikar in Langenpettenbach, 1803-1806 Pfarrvikar/ Kooperator in Glonn u. Musiklehrer bei den Salesianerinnen, später bis zu seinem Tod Schlosskaplan in Adelzhausen;
Adelzhausen 7.8.1811.
Ambros Lammhofer, 1803 ff.
Weltgeistlicher, Provisor in Indersdorf (auch noch unter Pfarrer Alois Götz)
Willibald Sänftl, 1803,
1806 Weltgeistlicher, Provisor in Indersdorf.
Adalbert Klinger, 1803ff.
Weltgeistlicher, Provisor in Indersdorf (auch noch unter Pfarrer Alois Götz)
ab 1806
Alois Götz
Weltgeistlicher, ab Mitte 1806 Pfarrer in Indersdorf.
 

Sie können sich auch eine
Liste aller Pfarrer des Dachauer Landes
ansehen, geordnet nach dem Alphabet ...

Quellen:
35) Tilman Mittelstraß, Augustinerchorherren als Pfarrvikare in Indersdorf vom späten 14. Jahrhundert bis 1806, aus: BEITRÄGE
       ZUR ALTBAYERISCHEN KIRCHENGESCHICHTE, BAND 49, 2006