Landkreiskarte         Kirchen in Markt Indersdorf

Waldkapelle bei Neuried

  


Beschreibung

Die Kapelle liegt an der Straße zwischen Neuried und Hilgertshausen am Waldrand des Neßlholzes bzw. Lehenholzes  (s.Landkarte...)

Sie wurde 1976 von Josef und Therese Lochner erbaut.  03)

Die Pfarrei St.Stefan in Hilgertshausen feiert hier alljährlich eine Maiandacht. 02)

 

Innenansicht

 

Die Ortschaft Neuried hatte im Jahr 1868 insg. 38 Einwohner, die in 8 Gebäuden lebten. Davon waren 24 Protestanten, die zum Vikariat Kemmoden gehörten und 11 Mennoniten (Gemeinde Eichstock). Die drei kath. Einwohner gehörten zur Pfarrei Weichs. 01)

Quellen:
01) Heyberger, Landes- und Volkskunde des Konigreichs Bayern,1868 (Statistik)
02) Dachauer Nachrichten 15.5.2002
03) Anna Wenst, 2005

3 Bilder: Hans Schertl

Kirchen und Kapellen im Dachauer Land - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

12.3.2018

Der Spuk vom Heiliberg

Zwischen Hilgertshausen und Neuried liegt der "Heiliberg". Östlich der dort stehenden Kapelle sollen, so erzählt die Sage, früher Raubritter gehaust haben. Sie überfielen Wanderer, Bauern und Reisende. Nach vollbrachter Untat feierten sie regelmäßig ausgelassene Saufgelage, bei denen sie auch mit gotteslästerlichen Sprüchen nicht sparten.
Es war wieder einmal eines dieser Gelage, bei denen es besonders derb zuging. Plötzlich ächzte und stöhnte das Gebälk, Schindel fielen vom Dach der Raubritterburg. Das gab den Rittern nur noch mehr Mut, meinten sie doch, selbst das Mauerwerk würde über ihre schlimmen Witze lachen. Plötzlich ein Donnern, ein Rumoren - die Mittelsäule, auf die sich das Dach der Burg stützte, brach ein und begrub sämtliche Ritter unter sich.
Dem nicht genug: Die Erde öffnete sich und verschluckte die Burg samt allen, die darin waren. Ruhe und Frieden war wieder ins Land bei Neuried eingezogen. Nur nachts, zur Geisterstunde, sollen die verdammten Seelen noch hin und wieder spuken. Immer, wenn es Mitternacht schlägt . .