zur Landkreiskarte                      Kirchen i. d. Gem.Sulzemoos

Hofkapelle in LEDERHOF


Adresse: 85254 Sulzemoos, Ohmstraße 14
Lage der Kirche auf der Landkarte ...


Beschreibung

Die Kapelle steht an der Straße zwischen Sulzemoos und Haidhof in Höhe des Lederhofs. Sie wurde 1922 in neubarockem Stil erbaut. Eine Besonderheit ist die eigenwillige Dachkonstruktion, die den Vorplatz vor der Kapelle frei schwebend überdeckt.

Eine Steintafel an der Frontseite nennt die Erbauer, Johann und Magdalena Huber,
und den Erbauungs-grund (Versprechen während des Ersten Weltkrieges).
Johann Huber war ehem. Bürgermeister von Sulzemoos.
  
Stiftertafel

 

Die Kapelle dient aber auch dem Gedenken an Jakob Huber, der kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs am 23.September 1918 in Frankreich gefallen ist.

Dies belegt eine Grabtafel (Epitaph) im Inneren der Kapelle mit dem Text:
"Zur Erinnerung an den ehrengeachteten Herrn Jakob Huber, Bauerssohn von Lederhof, Unteroffizier beim bayr. Fuß ArRaBatAr 21,3 Mon.Kolonne, Inhaber des Militär VKr.3.Klasse, des Eis.Kr. 2.Kl und Dienstauszeichnung 3.Kl., geb. 30.Okt. 1892, gest. in Metz am 23.Sept.1918"

Epitaph 1918
Die Kapelle wurde 1985 renoviert.

Inneneinrichtung

Vier Fenster (je eines auf jeder Seite) geben dem Raum Licht. Die seitlichen Fenster bestehen aus Glasmalerei.

Auf dem Altar steht die Figur einer Maria Immaculata (Unbefleckten Empfängnis), in ein blau-weißes Gewand gehüllt und mit einer Krone auf dem Haupt. Die Füße ruhen auf einer Mondsichel und auf dem Haupt einer Schlange, die sich um die angedeutete Erdkugel windet. Um die zusammengefalteten Hände hat man Rosenkränze gehängt.

Die Marienfigur wird von einem Blumenkranz umwölbt, der auf zwei kleinen weißen Säulchen ruht.


Wandgemälde
An die Wand der Kapelle ist eine weitere Marienfigur als Fresko gemalt. Sie dürfte die Aufnahme Mariens in den Himmel oder Maria im Himmel zeigen.


 

In der Gegend um den Lederhof wurden schon im 19. Jh römische Schanzen gefunden.

Quellen:
Mayer-Westermayer, Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising, 1874
5 Bilder: Hans Schertl (2005)

Kirchen und Kapellen im Dachauer Land - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

24.4.2015